Sixt ist der Politik voraus

Sixt nimmt die Griechen auf die Schippe. Deutschlands größter Autovermieter bot ihnen am Donnerstag in einer Anzeige in mehreren deutschen Tageszeitungen an: “Liebe Griechen, Sixt akzeptiert wieder Drachmen! (Das BMW 1er Cabrio ab 26.900 Drachmen/Tag).” Das Bild zeigt das Auto vor der Ruine der Akropolis.

Die Reaktionen waren geteilt. Während es auf Facebook viel Lob für die “freche, aber gute Werbung” gab und sogar Vorschläge zur Fortführung der Kampagne gemacht wurden, wurde die Anzeige im Marketing-Fachportal w&v als “ziemlich albern” kritisiert: “Sixt war schon mal besser”, erklärten die Werbeleute und vermissten das Augenzwinkern früherer Anzeigen, etwa mit Kanzlerin Angela Merkels (CDU) Cabrio-Sturmfrisur oder dem Ersatzangebot für Gesundheitsministerin Ulla Schmidts (SPD) Dienstwagen, der in Mallorca abhanden gekommen war.

Ob Kunden ihr Sixt-Auto tatsächlich mit Drachmen bezahlen können, konnte ein Sprecher nicht sagen. 26.900 Drachmen sind umgerechnet 78 Euro – bei Sixt in München war der Cabrio-BMW am Donnerstag erst für 95 Euro zu haben. Noch habe niemand die Probe aufs Exempel gemacht, sagte der Sprecher. Wichtig sei, dass Sixt keine politische Aussage habe machen wollen.

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4 Antworten zu “Sixt ist der Politik voraus”

  1. demokratie2.0 sagt:

    Die Griechen wollen raus aus der EU und ihre Drachmen zurück.

    Sixt rennt also offene Türen ein.

    Leidiglich die Chefs der EU (Barroso, Rumpelpumpel, etc.) wollen die Griechen um jeden Preis in der EU lassen (Deutschland zahlt ja eh), weil sie einen Präzedenzfall, nämlich den Austritt eines Landes aus der EU, nicht schaffen wollen.

    End of story. Merkel, Sarkozy und ihre Hintermänner sind das Problem. Ich selber fühle mich gerade mit niemandem mehr verbunden, als mit den Griechen und Spaniern, die ich für unsere größten Freunde halte.

    Es sei denn, ihr wollt unbedingt in der EU bleiben, so wie Tanja, die permanent auf die Leute schimpft, die sie verlassen wollen. Naja, dann bleib halt in der EU, ist ja eigentlich eh die absolute Wunschvorstellung aller Rechten: alles wird strikt reglementiert, keiner darf mehr irgendwas entscheiden und wer aufmuckt, kommt in den Gulag. Echt, das Paradies eines Konservativen, endlich hat man es der doofen Demokratie gezeigt!

    Die oben, die Experten, die wissen schon, was gut für uns ist, jawohl!

  2. Normalbuerger sagt:

    Zitat demokratie2.0 :

    Die Griechen wollen raus aus der EU und ihre Drachmen zurück.

    Sixt rennt also offene Türen ein.

    Leidiglich die Chefs der EU (Barroso, Rumpelpumpel, etc.) wollen die Griechen um jeden Preis in der EU lassen (Deutschland zahlt ja eh), weil sie einen Präzedenzfall, nämlich den Austritt eines Landes aus der EU, nicht schaffen wollen.

    End of story. Merkel, Sarkozy und ihre Hintermänner sind das Problem. Ich selber fühle mich gerade mit niemandem mehr verbunden, als mit den Griechen und Spaniern, die ich für unsere größten Freunde halte.

    Es sei denn, ihr wollt unbedingt in der EU bleiben, so wie Tanja, die permanent auf die Leute schimpft, die sie verlassen wollen. Naja, dann bleib halt in der EU, ist ja eigentlich eh die absolute Wunschvorstellung aller Rechten: alles wird strikt reglementiert, keiner darf mehr irgendwas entscheiden und wer aufmuckt, kommt in den Gulag. Echt, das Paradies eines Konservativen, endlich hat man es der doofen Demokratie gezeigt!

    Die oben, die Experten, die wissen schon, was gut für uns ist, jawohl!

    Also Demo!

    Manchmal zweifele ich wirklich an Dir. Was willst Dur wirklich. Bitte, erkläre

    Dich doch mal. Mach mal einen Plan wie Du Dir dies alles vorstellst.

    Dafür wäre ich Dir wirklcih sehr dankbar.

    Schönen Abend noch.

    Lothar Herzog
    Bodensee

  3. demokratie2.0 sagt:

    Die Dinge werden geschehen, ohne dass ich eingreifen kann.

    Die Geschichte richtet sich nicht nach mir, nach meinen Wünschen, nach meinen Plänen.

    Die Geschichte richtet sich, wenn die Macht aus den Händen der Mächtigen gleitet, danach, was das Volk will.

    Habt ihr euch schon einmal gefragt, was allen Revolutionen gemeinsam ist, der in Ägypten, Tunesien, Spanien oder der in Griechenland?

    Der youth-bulge.

    Frustrierte, arbeitslose Jugendliche mit zuviel Zeit und ohne Aufstiegsmöglichkeiten.

    Gibt es in Deutschland einen youth-bulge? Nein.

    Darum keine Revolution, ganz egal, was ich plane, denke oder wünsche. Es fehlt das Material, der Zorn, die Wut, der Wunsch zur Änderung. Alles, was ich hier finde, sind Leute, die auf äußere Umstände hoffen (auf der “rechten” Seite) oder Leute, die das alles gut finden (auf der “linken” Seite). Was soll sich also hier ändern?

    Hier ist der Zug abgefahren. Ein Volk von Greisen und gehirngewaschenen Jugendlichen ohne Stolz steht nicht auf, kann nicht aufstehen.

    So sehe ich es zumindest. Ich lasse mich gerne von der Wirklichkeit umstimmen und wäre sicherlich vor Freude gerührt, wenn Deutschland ein souveräner, demokratischer Rechtsstaat wird. Die Chancen gehen, wegen beschriebener Ausgangslage, jedoch gegen NULL.

  4. Mona sagt:

    Revolutionen finden nicht nur auf der Straße statt, man sah es an den 68ern. Da entstanden aus billigem Protest Netzwerke, die bis heute bestehen, ansonsten erfolglose Anwälte der RAF verbrüderten sich mit den Krawallbrüdern auf der Straße=>Schröder/Fischer/Schily und mit Ex Maoisten wie Trittin oder dem ganzen Grünenabschaum im HH Senat.
    Es war eine Bewegung. Ich hoffe, dass es jetzt zu einer Gegenbewegung kommt, die 68er Primitivlinge haben eindeutig übertrieben mit ihrem Sexismus, ihrer Dummheit und dem Mangel an Nationalstolz.

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