Deutschen Opfern eine Stimme geben

US-Studentin erregt mit Dokumentarfilm über die Vertreibung von Deutschen Aufsehen

Der Barabarastollen in Lasko/Slowenien – zweieinhalb Meter hoch angefüllt mit Skeletten!

“Der vergessene Genozid“ behandelt die Vertreibung der Donau-Schwaben und erinnert an ein Unrecht, das die USA zuließen.

Bereits 2010 überschrieb die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ einen Beitrag über die Arbeit der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“, die eine Dauerausstellung über die Vertreibung von 60 bis 80 Millionen Menschen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erarbeiten soll, mit den Worten „Unsichtbares Zeichen“. Die Zeitung spielte dabei auf den Titel „Sichtbares Zeichen“ an, den sich die Bundesregierung als Arbeitstitel für das Projekt ausgedacht hat. Auch Ende 2011 ist noch nicht viel sichtbar geworden. Da freut es umso mehr, dass zumindest in den Weiten des Internets eine Dokumentation kursiert, die beweist, dass es auch anders geht. Die US-Studentin Ann Morrison hat unter http://www.youtube.com/watch?v=kn0YUsKNv1E einen Ausschnitt ihrer Dokumentation der ganzen Welt zugänglich gemacht, in der sie über den „Vergessenen Genozid“ berichtet.

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Eigentlich hatte die an der eher unbedeutenden Universität Merimac in St. Louis (Bundesstaat Missouri) studierende Morrison für ihre Bachelor-Arbeit sich der Frage annehmen sollen, wie man durch eine Dienstleistung die Welt verbessern könne. Ganz gegen den allgemeinen Trend empfahl sie nicht, Müll zu trennen, CO2 einzusparen oder Brot für die Welt zu sammeln, sondern begann stattdessen Erinnerungen von Zeitzeugen filmisch festzuhalten, um in den USA etwas ins Bewusstsein zu rufen, das dort kaum einer weiß: die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg. „Millionen schrien, doch keiner hörte hin“, so schreibt sie auf ihrer Internetseite www.annsfilms.com.

„Der Zweite Weltkrieg endete im Mai 1945 für Deutschland, aber nicht für die Millionen Deutschen, die in Ungarn, Rumänien, Jugoslawien, Tschechoslowakei, Ostpreußen und den es umgebenden Regionen lebten“, informiert Morrison. Am Beispiel der Donauschwaben entschied sich die Studentin 2009, das Elend von Flucht und Vertreibung deutlich zu machen. Die polnisch-stämmige US-Bürgerin hatte den Eindruck, dass die meisten Amerikaner, wenn sie von „Deutschen“ hören, diese immer noch mit „Nazis“ assoziieren. Dieses Vorurteil wollte sie relativieren und über jene berichten, die ihre Heimat verloren. Für ihre Arbeit reiste sie durch die USA, Kanada und Europa und befragte Zeitzeugen. 180 Zeitzeugenberichte soll sie inzwischen gesammelt haben. Und auch wenn man ihrer Dokumentation ansieht, dass sie nicht von einem Profi gemacht wurde, so erstaunt doch das Engagement, das Morrison, die sich vor allem über Spenden Heimatvertriebener finanzierte, aufbrachte. „Ich muss dieses Projekt machen, die Gerechtigkeit verlangt es“, wird die Filmproduzentin zitiert, die brisanterweise in eine jüdische Familie eingeheiratet hat.
„Der vergessene Genozid“ dürfte Morrison in den USA nicht nur Freunde gemacht haben. Nur ungern wird man daran erinnert, dass man Europa von Hitler befreite, die Deutschen dann aber ähnlich behandelte, wie der als Unmensch und Massenmörder bekämpfte Hitler.
Für ihre Arbeit befragte die Studentin auch den in Genf lebenden Völkerrechtler Alfred M. de Zayas. De Zayas, der in Harvard studierte, hat bereits mehrere Bücher über die Vertreibung der Deutschen veröffentlicht. Manchen dokumentiert er ihr Leid allerdings zu detailliert. Der Petitionsausschuss des Bundestages will de Zayas nicht als wissenschaftliche Quelle gelten lassen, da er angeblich durch eine „einseitige Opferperspektive wissenschaftlichen Standards der Geschichtswissenschaft nicht gerecht“ werde. Mancher hört eben nicht gern, dass es auch deutsche Opfer des Zweiten Weltkrieges gegeben hat: „Die Absicht, deutsche Volksgruppen zu vernichten, ist nachweisbar für den Fall sowohl des Tschechoslowaken Edvard Benesch als auch des Jugoslawen Josip Broz Tito“, so de Zayas anlässlich Morrisons Dokumentation. „Ausreichende Beweise dafür sind ihre eigenen Reden und Dekrete“, fährt er fort. Das seien Taten gewesen, die die Vertreibung der Deutschen aus jenen Ländern zum Völkermord stempeln würden. Von besonderer Bedeutung sei in diesen Fällen die Tatsache, dass die Vertreibungen nicht auf individuellen Vergehen der Opfer, sondern ausschließlich aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse basierten. Auch habe es keine Gerichtsverfahren gegeben, die bewiesen hätten, dass die Vertriebenen irgendwelche Handlungen begingen, die ihre Vertreibung gerechtfertigt hätten. „Ihre Vertreibung war die Folge absichtlicher rassischer Diskriminierung und stellte eine Art Staatsterror dar“, ist der Völkerrechtler überzeugt. Für ihn sind die deutschen Vertriebenen nicht nur Opfer eines Unrechts, sondern auch Opfer des Schweigens: „Ihr Leid wurde viel zu lange ignoriert. Sie sind Opfer von Gleichgültigkeit, Ablehnung, Verleumdung und fortgesetzter Diskriminierung.“

Rebecca Bellano/PaZ

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7 Antworten zu “Deutschen Opfern eine Stimme geben”

  1. Mona sagt:

    Eine Pollackin, die in eine amerikanische jüdische Familie eingeheiratet hat, die dazu rund um den Globus reist, um Leute zu befragen, die sie auch in Deutschland zu Wort kommen lassen hätte können und die einen Zayas befragte, der in Havard studierte und in Genf lebt, zeugen wieder mal von Globalisten, die sich die Welt zurechtzimmern. Helfen können uns nur Nationalisten, allen anderen glaube ich einfach nicht mehr. Meine Vorfahren wurden vertrieben, die 15 Millionen in Deutschland könnten genug erzählen, diesen Internationalisten, die hier zu Wort kommen, unterstelle ich erst mal Unehrlichkeit und Verlogenheit. Die befragten Leute kennt kein Mensch, die sind anonym wie die gesamte Globalisierung.

  2. rauchmelder sagt:

    @ Mona

    Prinzipiell magst du Recht haben mit deiner Skepsis, allerdings läßt du ausser Acht, das wir Deutschen es uns im Gegensatz zur antideutschen Propaganda, die sich eines ein weiten Feldes Materials bedienen kann, es uns kaum aussuchen können, wer für unsere Belange eintritt. Wir müssen mit dem wenigen, was uns zur Verfügung steht (gestellt wird?!) arbeiten.
    Auch das kleinste Mosaiksteinchen ist dabei wichtig.

  3. Mona sagt:

    @ Rauchmelder, ich muss niemand Fremdem zuhören, meine Familie wurde vertrieben, ich habe es aus der Quelle, meine Tante kam als blutjunges Mädchen nach Sibirien, meine Mutter und Oma wurden aus der Pollackei rausgeschmissen und mein Opa kam, nachdem er die Arbeitsweise seiner Landmaschinen den Russen erklärt hatte, ins Zuchthaus, weil er wegen 100 Ha Land, einem Wald und einer Schnapsfabrik zum Kulaken erklärt wurde, aus dem er nie mehr zurückkehrte, Ich weiß bis heute nicht, wie und wann er umkam. Grab? Fehlanzeige. Das zu sagen, halten die Siegermächte nicht für nötig. Und da will einer von den Siegermächten für mich einstehen? Das glaube ich im Leben nicht, dass das ehrlich gemeint ist. Wir können uns nur selbst helfen. Dazu brauchen wir Zusammenhalt und Vertrauen. Aber selbst bei der Ahnenforschung mauern meine Landsleute, jeder sammelt seine Daten für sich oder verkauft welche. Die haben uns alle ganz schön zu Egoisten umerzogen, bzw. wir haben es zugelassen.

  4. Plikiplok sagt:

    @ Mona 2. Januar 2012 um 19:55

    „Die haben uns alle ganz schön zu Egoisten umerzogen, bzw. wir haben es zugelassen.“

    Neben zahlreichen Errungenschaften, Maschinen, Erkenntnissen, Patenten, etc., etc., haben sich die Siegermächte des II. WK von den Deutschen auch die Parole

    „Du bist nichts, Dein Volk ist alles!“ zueigen gemacht.

    Dieser Satz wurde zur endgültigen Zerschlagung Deutschlands und der Deutschen, wie Sie richtig bemerken, lediglich umgekehrt:

    „Du bist alles, Dein Volk ist nichts!“

    So fatal diese Ausgangsparole einer Volksgemeinschaft der nationalen Sozialisten war, so fatal sind auch die Konsequenzen der Umkehrung dieser Parole durch die nun vorherrschende Siegerdoktrin, der sich unsere multikulturelle Politelite unterwürfig vor die Füße geworfen hat.

    Mit der Implementierung und der nachfolgenden Internalisierung dieses gemeinschaftszerstörenden Prinzips in den Köpfen der Besiegten erlangte der Sieger erst seinen vollkommenen Triumph: sind doch die Unterlegenen als vereinzelte Individuen nicht mehr in der Lage, eine strategische Größe von Belang zu bilden, die selbst rudimentär für ihn noch eine potentielle Gefahr bilden könnte.

    Ob sich die Bevölkerungsvertreter als „Erfüllungsgehilfen der Siegermächte“ (Schumacher) „Dem Deutschen Volke“ gegenüber überhaupt noch verpflichtet fühlen können, dürfte zumindest zweifelhaft sein. Deshalb sollte die Reichstagsinschrift ehrlicherweise geändert werden in: „ Dem devoten Individualisten“

  5. Kreuzweis sagt:

    Liebe Mona,
    hier schießt Du über das Ziel hinaus!
    Was spricht dagegen, daß sich eine Polin und/oder Jüdin um die Aufdeckung von Verbrechen gegen Deutsche verdient macht? Nicht jede/r hat ‘nen miesen Charakter wie der Broder!
    Kennst Du Arthur Trebitsch? Natürlich nicht. Er war ein Jude, der sich (ähnlich wie Jesus) aufopferte, um uns Goj unsere “Traumglotzkugeln” bezüglich des Wesens des Judentums zu öffnen.
    Die Kräfte der wenigen Nationalisten sind beschränkt, die Macht der korrupten “christlichen” Kirchen zu groß (wo ist deren Christenpflicht zum Schutz der eigenen Leute?). Sie, die Kirchen, die es besser wissen müßen hetzen “allerchristlichst” (pfui!) mit Staatsknete gemästet gegen alles Deutsche. Und selbst die vertriebenen Christenschafe blöken gegen rechts statt den Pfaffen vor die Füße zu kacken.

    Es gibt – leidergottes – Juden oder Polen, die anständiger zu uns sind, als die eigenen Leute. So waren es z.B. auch ein polnischer und ein ungarischer Historiker, die die verlogene Antiwehrmachtsausstellung stoppten. Nicht zulezt darum, weil die Blöd-BRDler fremden Revisionisten eher glauben, als eigenen.

    Letztlich gilt als Kriterium für den Anstand von Menschen: “An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!”

    NS.: Letztens im Strang Broder vs. Türkenwulff hattest Du recht; ich dagegen hatte Broder unachtsam gelesen. Der B. ist so deutschenfreundlich wie Jack-the-Ripper frauenfreundlich war …

  6. Arno S. sagt:

    Zu diesem Thema das Buch:
    John Sack
    Auge um Auge
    Die Geschichte von Juden, die Rache für den Holocaust suchten
    Kabel Verlag
    1993
    Die Originalausgabe erschien zuerst in den USA.
    Mit Quellenangaben.

    Der jüdische Autor schildert, an Hand einer siebenjährigen Recherche, das Schicksal Deutscher in Polen nach dem Krieg, die in Polen in Lager verbracht wurden und dort umkamen.
    Die Lagerverwaltungen wurden von den Sowjets gezielt mit Juden besetzt, die den Holocaust überlebt hatten und dementsprechend Rache an den Deutschen genommen haben.
    Nach seinen Schätzungen sollen 60-80.000 Deutsche umgekommen sein.
    Das Buch hat damals viel Furore auf jüdischer Seite gemacht, “von wegen” Nestbeschmutzer etc.

  7. Unke sagt:

    Es ist schon so wie Mona sagt. Es darf sogar über den Genozid an Deutsche berichtet werden – nur nicht von Deutschen selber.
    Das “Zentrum für Vertreibung” z.B. war ja sogar vom Obersozen Glotz (selbst ein Vertriebener) gefördert – wurde trotzdem gekillt, u.a. vom polnischen Vizeaußenminister Westerwelle.
    Q.e.d.
    .
    Es kann aber doch gar nicht so schwierig sein, zu halbwegs verlässlichen, wenigstens plausiblen Verlusten / Ermordetenzahlen zu kommen?!
    Ich meine, man weiß wieviel Deutsche in den später “ethnisch gesäuberten” (man realisiere: gegenüber Deutschen darf man das) Gebieten gelebt haben und man sollte herausfinden können, wie viele sich in BRD & DDR angesiedelt haben. Die Differenz ergäbe den o.g. Schwund.
    Das wäre doch mal eine Forschungsaufgabe, und wo wäre staatlich geförderte Forschung angemessener als Licht ins Dunkel über diesen Aspekt deutscher Geschichte zu bekommen? Oh, ich vergaß… gender studies sind wichtiger :-(

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