Nebeldeutsch für Fortgeschrittene

Hin und wieder stösst man in den Medien auf Artikel die einem spanisch vorkommen. Sowohl sprachlich als auch inhaltlich sind diese in gewisser Weise auffällig, es lohnt in derlei Fällen oft ein Blick zwischen die Zeilen. Einen solchen Artikel, durchaus mit Bezug zu den Themen dieses Blogs, will ich heute mal behandeln. Hierum geht es:

Arbeitsmarkt: In Deutschland haben es Zuwanderer am einfachsten

Im Vergleich europäischer Großstädte integrieren sich ausländische Arbeitnehmer hier leichter als anderswo. Zeitverträge und Sprachbarrieren wirken auf Fremde selten abschreckend.

Bei der Integration von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt schneidet Deutschland im europäischen Vergleich überdurchschnittlich gut ab. Ausländische Arbeitssuchende finden in der Bundesrepublik wesentlich leichter einen Job als in anderen westeuropäischen Staaten.

So stieß nur jeder Dritte, der in Berlin eine Arbeit suchte, auf Probleme; in Stuttgart fand mehr als jeder Zweite schnell eine Stelle. Zum Vergleich: In Portugals Hauptstadt Lissabon gaben 79 Prozent der Befragten an, bei der Arbeitssuche Schwierigkeiten zu haben, in Brüssel waren es 71 Prozent.

“In Deutschland ist die Arbeitssuche für Menschen aus Nicht-EU-Ländern leichter”, bestätigt Thomas Huddleston, Experte der Migration Policy Group.

Zudem fallen die Probleme, die sich ausländischen Arbeitskräften in Deutschland stellen, vergleichsweise mild aus. So bemängelt gerade einmal jeder Fünfte als größte Hürde, dass Arbeitgeber in Berlin nur Zeitverträge anbieten.

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Waffenschieber bei der Partei “DIE LINKE”

Manfred Hämmerle ist Fraktionsvorsitzender der Linken in Hückelhoven, einem 41.000-Einwohner-Städtchen nahe der holländischen Grenze. Das wäre weiter nicht aufgefallen, wäre da nicht ein heikler Verdacht:

Dem 44-Jährigen wird Handel mit Kriegswaffen vorgeworfen. Peinlich für die Pazifistenpartei, die Schusswaffen aus Privathaushalten verbannen will.

Hämmerle kam ins Visier der Ermittler im Zusammenhang mit einem Mordfall ans Licht. Im Januar 2010 war ein Augenarzt mit Schüssen aus einer englischen Maschinenpistole ermordet worden. Die Waffe vom Typ Sten MK II hatte Hämmerle dem Mediziner verkauft. Offenbar war das nicht die einzige Waffe, die der Ratspolitiker besorgt hatte. 2006 soll er eine Kalaschnikow AK-47 und eine israelische Uzi-Maschinenpistole verkauft haben.

Die zuständige Staatsanwaltschaft rechnet mit einer Anklage gegen den Ratsherrn. Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz werden mit mindestens einem Jahr Haft bestraft. Auch innerparteilich droht dem Sportschützen Hämmerle Ärger.

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“Kriminelle Roma-Familien missbrauchen ihre Kinder”

Ein Interview per E-Mail!

Von Elisalex Henckel  | 11.04.2012 |  WELT

Mit einer Titelgeschichte über Roma hat die Schweizer Wochenzeitung “Die Weltwoche” einen politischen Skandal ausgelöst. Im Gespräch mit “Welt Online” verteidigt Chefredakteur Roger Köppel den Bericht.

Welt Online: Herr Köppel, die aktuelle Titelgeschichte der „Weltwoche“ hat ihr Anzeigen aus drei Ländern beschert, unter anderem wegen Verletzung der Schweizer Anti-Rassismus-Norm, die das Herabsetzen und Diskriminieren von Personen aufgrund ihrer Rasse, Ethnie oder Religion unter Strafe stellt. „Gestern die Moslems, heute die Roma, wer ist als nächster dran?“ hat eine Ihrer Leserinnen, die sich nun zur Klage entschlossen hat, im Schweizer Fernsehen gefragt. Was antworten Sie ihr?
Roger Köppel: Die Weltwoche diskriminiert niemanden, sie deckt relevante Missstände auf. In der aktuellen Titelgeschichte wird ein gravierendes Problem aufgearbeitet: Es gibt in der Schweiz markant steigende Roma-Kriminalität. Die kriminellen Roma-Familien missbrauchen zudem ihre Kinder für Verbrechen und Prostitution. Das sind die Fakten, und das ist die Botschaft unserer Berichterstattung.

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Unter falscher Flagge

Die Piratenpartei wirbt um Junge und Netzbürger, flaggt schwarz und ist politisch tiefrot

S. Gutschmidt | 05.04.2012 |  PAZ

Bösartige Satire der kommunistischen Jungle World von 2009

Nach der Wahl im Saarland werden die Piraten mit 7,4 Prozent viertstärkste Partei im Saarbrücker Landtag. In Berlin erreichten sie 2011 aus dem Stand 8,9 Prozent. Nächstes Ziel ist das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW), danach Schleswig-Holstein. Von den aufgeschreckten Altparteien müssen besonders die Grünen um Wähler bangen. Den Parteien steht ein Lehrjahr zu Chancen wie Grenzen der Aktivierung von Wählern über das Internet bevor.

„Mit dem Einzug in den ersten Landtag eines Flächenlandes hat die Piratenpartei bewiesen, dass sie in allen Ländern eine neue politische Kraft ist“, wertet die politische Bewegung ihren Wahlsieg über das Internet. „Schwarmintelligenz“ habe den Durchbruch gebracht. Dieser Schwarm, das sind laut einer ARD-Umfrage vor allem Neuwähler. Gut 23 Prozent dieser dem Internet und dessen sozialen Netzwerken zugeneigten Klientel setzte zuletzt auf die noch unfertige Programmatik der neuen Gruppierung. Als Ziele beschreiben die Freibeuter „Bürgerrechte“ und „informationelle Selbstbestimmung“. „Umwelt“ rangiert an dritter Stelle, allerdings fast völlig reduziert auf den nebulösen Begriff der Nachhaltigkeit. Weitere selbst beschriebene Aufgaben wie „Transparenz“, „gesellschaftliche Teilhabe“ oder „Urheberrecht“ kreisen stets um „Teilhabe am digitalen Leben“. Das selbstgesteckte Themenfeld ist somit denkbar schmal. Was immer das Netz betreffen könnte, so das Patentrecht, rückt kurz in den Blick-punkt, solange es eben den elektronischen Datenaustausch betrifft. Die Piraten stehen damit für einen Bedeutungswandel: Der realpolitischen Welt stellen sie die digitale gegenüber.

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Klartext

“Leute wie Sie braucht das deutsche Volk nicht”

Der Grünen-Politiker Volker Beck wehrt sich gegen Verunglimpfungen durch eine Kommunalpolitikerin aus Sachsen. Wie aus einem in Berlin veröffentlichten Schreiben hervorgeht, wurde Beck von der Stadträtin und dem früheren FDP-Mitglied Cordula Drechsler aus Bad Lausick in einer nach seinen Angaben “menschenverachtenden Drohmail” wegen seiner Homosexualität beschimpft.

In der Ende März an ihn verschickten E-Mail heißt es nach Angaben Becks unter anderem: “Sie sollten sich in Zukunft überlegen, ob Sie nach Russland fahren und auch in Deutschland dürfte lhr Leben schwerer werden, mal abgesehen im (noch nicht) von Muslimen komplett dominierten Berlin (dann werden Sie auch ein schwereres Leben haben).”

Weiter schreibt die Ratsfrau: “Leute wie Sie Herr Beck braucht das deutsche Wählervolk beim besten Willen nicht”. Der Grünen-Politiker war in der Vergangenheit wegen seiner Teilnahme an Homosexuellen-Demonstrationen in Russland von den dortigen Ordnungskräften drangsaliert worden.

Seine weinerlichen Gumschenantworten in der WELT erspare ich euch. Wer sie lesen möchte, bitte.

Drechsler selbst wies gegenüber der JUNGEN FREIHEIT die Kritik an ihrem Schreiben zurück: „Ich bin allerdings schon sehr überrascht darüber, wie sich Herr Beck durch eine harmlose E-Mail bedroht fühlt und zur Hexenjagd bläst.” Als Mutter von zwei Kindern finde sie es falsch, wenn Homosexuelle versuchten, der Bevölkerungsmehrheit ihren Lebensstil aufzuzwingen.

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Endlich mal Klartext über die Vorzeigeschwulette der Grünen, der die selbst den meisten Schwulen widerwärtig erscheint! Dazu noch der olle Grass. Das ist ein denkwürdiger Tag.

Sozialismus bei Hitler, Honecker und heute?

Ein Vergleich

Mona | 03.04.2012

Die alte DDR Riege kam 1945 frisch aus der Sowjetunion gekrochen, wo sie den Stalinismus verinnerlicht und mitgebracht hatte, der sich allerdings wenig vom Hitlerschen Nationalsozialismus unterschied. Der Nationalsozialismus im 3. Reich erfährt seit 1968 heftigste Kritik, anders als der Honeckersche, der aber ein Abklatsch des Hitlerschen, weil Stalinschen, war. Ich will in Stichpunkten auf die frappierende Ähnlichkeit hinweisen, weil viele Wessis leider nur den Hitlerschen kennen.

Hitlers Nationalsozialismus im Vergleich mit dem (DDR Sozialismus)

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Ruhrbaron meets Stürmer

Der erfolglose “Lokalblogger” Stefan Laurin aus dem Ruhrgebiet hat sich heute am Initiationsritus der Schmierantenzunft auf Welt-Online versucht und hofft darauf zumindest ein bißchen bei den Grossen mitschreiben zu dürfen. Die FF 2.0 Prüfungskommission zur Erlangung des Gesellenbriefes für den Journalistenberuf in den Fachgebieten “Demogagogie, Hetze und Volksverblödung” beschäftigt sich im folgenden eingängig mit dem abgelieferten Gesellenstück.

“Freiheit statt Islam” als Billigwahlkampf-Losung

Im nordrhein-westfälischen Landtagswahlkampf setzt Pro NRW auf Proteste gegen Moscheen. Dabei wird weniger gegen den Islam demonstriert als für das eigene wirtschaftliche Überleben.

Sehr gut gefällt schon das Wort “Billigwahlkampf” im Titel, das eine gewisse Minderwertigkeit suggeriert. Verstärkung erfährt dieser Eindruck durch den Hinweis auf das wirtschaftliche Überleben – gut gemacht, die erste Prüfungsaufgabe “Herabwürdigung von Andersdenkenden in maximal zwei Sätzen” wurde mit Bravour bestanden.

Ob NPD, militante Neonazis oder Pro NRW: Fast immer, wenn in Nordrhein-Westfalen eine Moschee gebaut werden soll, sind radikale rechte Demagogen zur Stelle und versuchen, aus den Diskussionen um den Bau eines solchen Gotteshauses politisch Profit zu schlagen. Im beginnenden nordrhein-westfälischen Landtagswahlkampf setzt vor allem Pro NRW auf Proteste gegen Moscheen.

Knackig und direkt geht es weiter: NPD, militante Neonazis, Pro NRW – ist doch irgendwie alles das selbe, also ab damit an den politisch-korrekten Pranger. Die Lektion “nicht existiernde Querverbindungen konstruieren” wird ebenfalls als bestanden gewertet. (weiterlesen …)

ABV 2.0 oder DDR reloaded


Unter den Nationalsozialisten hiess er Blockwart, in der DRR Abschnittbevollmächtiger, jetzt ist er wieder stark im kommen: Der kleinbürgerliche Spiesser, der seinen Nachbarn beäugt, kontrolliert, anschwärzt, triezt und andere böse Spielchen mit ihnen treibt. Doch diesmal kommt er in einem neuen Gewand daher: Antifaschistisch (gut, war der ABV auch), aber zudem noch alternativ, grün angehaucht aber trotzdem tiefrot, tolerant, human und vom Äusseren her eher “individuell“.

Welt-Online lässt uns wissen:

Berlin: Linke Blockwart-Mentalität im Multikulti-Kiez

Linke verhindern in der Hauptstadt ein Kultur- und Wissenschaftsprojekt. Die selbsternannten Antifaschisten bedienen sich dabei Nazi-Methoden.

BMW und dem Guggenheim Lab darf man gratulieren. In einem vom Münchner Autohersteller co-finanzierten Forschungslaboratorium ging es darum herauszufinden, wie und mit welchen Strategien sich Städte auf die Zukunft vorbereiten. Was also könnte mehr über den Zustand Berlins verraten als die Absage des Projekts, nachdem es verhohlene und unverhohlene Gewaltandrohungen dagegen gab. Konzipiert als offenes Forum, mit viel Neugier ausgestattet, sollte es Berlin helfen, über sich selbst nachzudenken. Daraus wird nun nichts.

Einmal mehr hat sich der Berliner Senat das Gewaltmonopol von linken Blockwarten abjagen lassen. Triumphierend verkünden entsprechende Blogs ihren Erfolg, und keinen der selbst erklärten Antifaschisten scheint dabei zu stören, dass die New Yorker Kulturinstitution einen jüdischen Namen trägt und eine „Guggenheim raus“-Bewegung exakt dort anknüpft, wo Nazis vor knapp 70 Jahren aufgehört haben. (weiterlesen …)

Piratenpartei: “Verlogenheit ist höchstgradig unangenehm”

Dass die Spaßpartei der Piraten so ihre Schwierigkeiten mit Begriffen wie “Dein” und “Mein” hat ist kein Geheimnis. Angefangen beim “bedingungslosen Grundeinkommen”, über das angebliche Einstehen für Meinungfreiheit (ausser für Andersdenkende natürlich), bis hin zur Haltung zum Urheberrecht demonstriert diese Partei eindrucksvoll die Weigerung ihrer Mitglieder erwachsen zu werden. Ein Grundeinkommen gibt es schon – es heisst Hartz4 und dient nicht wenigen, durchaus auch Biodeutschen, als Hängematte. Bzgl. Meinungsfreiheit hält es diese Partei mit der Antifa: “Rechts sein ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“, folglich gilt die Meinungsfreiheit für diese nicht, frei nach dem Motto “Jeder hat die Freiheit meiner Meinung zu sein“. In Sachen Urheberrecht möchte man eine “Kutlturflatrate” damit jeder immer alles umsonst runterladen kann. Über genau diesen Punkt hat sich der Künstler Sven Regener in einem Interview mit dem Bayrischen Rundfunk (hier anzuhören) geäussert.

Neben einer kurzen Bestandsaufnahme bzgl. des Zustands der Kulturlandschaft und der Schneise der Verwüstung, welche die Umsonstkultur bereits gerissen hat, sagt Regner über die Piraten:

Auch der Begriff “Piratenpartei” ist geistiges Eigentum und wenn ich Morgen einen Piratenpartei gründe steht einen halbe Stunde später der Anwalt der Piratenpartei auf der Matte, so sieht’s nämlich aus.

Der örtliche Chef hier von den Piraten der hat eine Firma die machen Apps fürs iPhone, das ist ein geschlossenes System, das ist 100% Copyright, mit Anwälten und allem drum und dran. Und der Typ sagt “Ja hier alles schön frei und so weiter” aber das möchte ich mal sehen was passiert wenn ich sein Programm, was er da gerade verkauft, wenn ich das knacke und ins Internet stelle, für jedem zum freien runterladen und installieren auf seinem iPhone. (weiterlesen …)

Bundespräsidentenwahl: Anfang vom Ende des Schuldkultes?

Mit der Person Gauck werden viele Erwartungen, bei manchen auch Befürchtungen, verknüpft. Einer der Bedenkenträger hat sich bereits Anfang letzter Woche, stellvertetend für seine Sippe, zwar wort- aber wenig geistreich auf Welt-Online geäussert. Der Titel des Artikel zeigt wohin die Reise geht:

Totalitarismus-Debatte: Gauck könnte den Holocaust-Konsens aufkündigen

Seit Richard von Weizsäcker gilt der Holocaust als einzigartiges Verbrechen. Das könnte sich jetzt, 25 Jahre nach dem Historikerstreit, ändern. Eine Widerrede.

Zur Erinnerung: Der damalige Bundespräsident Weizsäcker deutet in seiner Rede zum 8.Mai’45 im Jahr 1985 den Tag kurzerhand zum “Tag der Befreiung” um. Neutral formuliert ist es der Tag der Kapitulation, für andere wiederrum der Tag der Niederlage. Niederlage? Das hört sich nach Autobahn an, war es doch das Nazi-Deutschland (mit Betonung auf dem ersten Wort), welches kapitulierte. Mit der Kapitulation endete aber nicht nur die 12-jährige Herrschaft der Nationalsozialisten, vulgo: dem “Dritten Reich“, sondern auch die erste parlamentarische Demokratie auf deutschem Boden, nämlich die Weimarer Rpublik. Die nationalen Sozialisten hatten durch das Ermächtigungsgesetz die Weimarer Verfassung zwar faktisch ausgehebelt, agierten aber formal innerhalb deren Rahmen. Die Widerständler des 20. Juli 1944 um Claus Schenk Graf von Stauffenberg waren Protagonisten des “Geheimen Deutschlands“. Verkürzt dargestellt war ihr Ziel Hitler und die seinen zu beseitigen, den Krieg, zumindest im Westen, zu beenden und dabei die Weimarer Republik zu erhalten. Entscheidend bei diesem Attentat war dass es sich um deutschen Widerstand auf höchstem Niveau handelte. Es war sowohl der letzte als auch ernsthafteste Versuch zu retten, was noch zu retten war. Stauffenberg und die seinen spielten daher in der Nachkriegsgeschichte eine wesentliche Rolle, symbolisieren sie doch dass es auch in der NS-Zeit einen ernstzunehmdenen Widerstand gegen das Regime in den deutschen Eliten gab.

Konservative Revolutionäre

Es ist allgemein bekannt dass das Attentat scheiterte – selbst wenn es nicht gescheiterte wäre, so ist es doch höchst fraglich ob die Rechnung mit dem Westfrieden aufgegangen wäre. Hätte, könnte, wollte – eine Diskussion darüber ist müsig. Fakt ist: Die Weimarer Repbulik wurde 1949 durch das Staatsgebilde der “Bundesrepublik Deutschland” ersetzt. Das zwar löbliche, aber doch provisorische Grundgesetz, stellt trotz aller Beteuerungen keinen Verfassung dar. Die Behauptung das Grundgesetz hätte “Verfassungsrang” zeugt noch heute davon dass die Bundesrepublik ein völkerrechtlich mit heisser Nadel gestricktes Konstrukt ist. (weiterlesen …)

Kleine Presseschau


Merkel knickt ein:

Laut der “Süddeutschen Zeitung” kann sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) prinzipiell vorstellen, ihren Widerstand gegen eine vorübergehende Erhöhung der Kreditobergrenze von 500 Milliarden auf fast 750 Milliarden Euro aufzugeben.

Ich könnte mir vorstellen dass diese Aktion weder vorübergehend noch die letzte dieser Art sein wird. Und noch so manch anders kann ich mir vorstellen, was zu sagen mir aber meine gute Erziehung verbietet.


Demontage und Lohndumping in der Mittelschicht:


Auf einen Schlag 500.000 neue Studienberechtigte

2011 haben in Deutschland zehn Prozent mehr junge Menschen Abitur gemacht als im Jahr zuvor. Grund ist die kürzere Gymnasialzeit. Damit steigt auch die Zahl potenzieller Studenten (weiterlesen …)

Rote Doppelzunge

Gysis Kampf für die E-Zigarette

Von Nicola Kuhrt| 27.02.2012 | SPON

Linken-Politiker Gregor Gysi spielt Job-Doppelpass: Während seine Fraktion von der Bundesregierung Informationen über E-Zigaretten verlangt, vertritt er als Anwalt eine Herstellerfirma – und versucht, Gesundheitsbehörden Maulkörbe zu verpassen.

Hamburg – Die Fraktion der Linkspartei wollte es genau wissen. Wie viel Flüssigkeit wird mit einer Elektro-Zigarette eingeatmet, wie viel verlässt den Körper wieder? Wie reagieren die Stoffe während der Verdampfung? Diese und 47 weitere Fragen stehen in einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung. Das Ziel der Linken: Die Klärung der “Gesundheitsvorteile der E-Zigarette gegenüber herkömmlichen Tabakwaren”, sowie von Art und Umfang möglicher Gesundheitsgefahren.

Ein Abgeordneter der Linken hat noch weitere Interessen, den modernen Glimmstengel betreffend: Fraktionschef Gregor Gysi, der auch als Rechtsanwalt arbeitet. Einer seiner Klienten ist der E-Zigaretten-Hersteller Moor and More AG aus Hohenfels am Bodensee.

Das Unternehmen hat derzeit Ärger mit Nordrhein-Westfalens Gesundheitsministerin Barbara Steffens. Im Dezember 2011 warnte die Grünen-Politikerin öffentlich vor dem Genuss der Elektro-Kippe. Nikotinhaltige Varianten seien Arzneimittel oder Medizinprodukte, ihr Verkauf außerhalb von Apotheken sei strafbar. Selbst nikotinfreie E-Zigaretten dürften erst nach Prüfung der Inhaltsstoffe in den freien Handel gelangen.

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Melonendiktatur

Aussen grün und innen tiefrot

Im Zuge der Wiedervereinigung vereinigten sich bekanntlich die alten SED/Stasinetzwerke mit den AltkommunistInnen aus dem Westen, vor allem innnerhalb der Grünen und den heimlichen Gleichschaltern der anderen Parteien. Unser Leben veränderte sich seitdem drastisch.Kommunisten wollen stets die volle Kontrolle über das Volk, eigenständige und -verantwortliche kluge Menschen sind ihnen ein Greuel, sie lieben den abhängigen Massenmenschen. Und so schufen sie Verbote bis ins Privatleben hinein, egal, ob Gurtpflicht (Polizeikontrollen), oder durch die Hunde- und Raucherpolizei in Hamburg (4 Rassen sind dort unwiderlegbar gefährlich und bedürfen einer amtlichen Haltegenehmigung, Kippen wegwerfen kostet 10 Euro Strafe). Selbstverständlich will man auch die uneingeschränkte Kontrolle über die Preise, und so werden von den selbsternannten Heilsbringern bestimmte Waren künstlich verteuert (Steuern) oder verbilligt (Subventionen). So haben die neuen Jakobiner auch den Waren- und Dienstleistungslauf fest in ihrem verknöcherten Griff.

Eigentum gilt für diese Art von Mensch, Sozialisten eben, auch nichts, zählte es in der BRD eigentlich noch nie, in einem Land, in dem der Grundstückskauf für ein eigenes Häuschen mit Grunderwerbssteuer belegt wird, in dem man jährliche Grundsteuern dafür zahlt, dass man den Staat mit dem Anspruch auf staatlichen Wohnungsbau verschont. Nach der Wende kamen auch die Klimahysteriker aus ihren Löchern gekrochen, Windmühlen all überall, Energiepass fürs Häusle, Auflagen für Bioklärgruben, alles auf eigene Kosten natürlich. Und die subventionierten Solardächer nicht zu vergessen, wenn ich an solch einem Haus vorbeigehe, denke ich immer: Hier wohnt ein Volldepp. Was den KommunistInnen hier entgeht, wird in Brüssel umgesetzt, es gibt keine Quecksilberfieberthermometer mehr, wegen des giftigen Quecksilbers, wurde meiner Freundin in der Apotheke erklärt, aber wir müssen, amtlich angeordnet, die damit verseuchten Energiesparlampen einschrauben, flächendeckend, alle! Mir ist einmal über Nacht eine in der Küche geplatzt, den ganzen Tag hatte ich das Fenster offen, so bestialisch hat das gestunken. Im Namen der Gesundheit, des Klimas und der Kinder. Letztere müssen immer herhalten, wenn es um die Sicherheit im Internet geht, das haben unsere Gutis nämlich noch nicht im Griff, aber sie arbeiten daran, ganz bestimmt.

Weil es unseren Neojakobinern völlig an Selbstkritik fehlt, wird beharrlich weitergemacht. Und so stellen wir erneut dieses Jahr 2x für teures Geld die Uhren um, auch wenn längst erwiesen ist, dass keine Energie gespart wird. Genauso wenig wie die Rechtschreibreform zurückgenommen wurde, obwohl erst zu Irritationen und Ungenauigkeiten geführt hat. Wir können sicher sein, dass keine dieser Einschränkungen in die persönliche Freiheit zurückgenommen wird, schließlich wurden in der DDR auch alle jedes 2. Jahr zwangsgeröngt (Lunge). Wir stehen also bereits jetzt in einer guten alten Sozialismustradition. Leider.

Nachgetreten – Sarrazin, Gauck und die Gutmenschen

Distanzeritis ist eigentlich eine langweilige Pflichtübung, ungefragt schreit man in die Welt hinaus was man alles nicht ist, in der Hoffnung dies würde die eigene Kontur schärfen und die Inhaltleere der eigenen Positionen verdecken. Diese relfexhafte Handlung funktioniert solange gut, wie der Delinquent sich nicht in den eigenen Reihen befindet. Von diesen “faulen Äpfeln” hat die SPD derzeit gleich zwei im Korb die es geschafft haben allen parteiinternen Bestrebungen zu Reinigungswellen stalinistischen Provenienz zu widerstehen, die Rede ist von Thilo Sarrazin und dem “Newcomer” Joachim Gauck.

Ersterer hatte mit seinem Buch “Deutschland schafft sich ab” die SPD in eine tiefe innere Krise gestürzt als er Basis und Parteifühung polarisierte. Die Wächter der Kulturrevolution in der SPD betrieben seinen Parteiausschluss, die Basis oppunierte – zum Schluß dürfte Sarrazin bleiben, wenn er sich im Gegenzug vom politischen brisanten Teil seiner Vererbungstehesen distanzieren würde, was er auch notgedrungen tat. Das Problem mit Gauck ist dass er seinerzeit von der SPD (die Grünen haben sich nur drangehangen) aufgestellt wurde um die Union zu ärgern, wirklich auf Linie mit der SPD war dieser schon seinerzeit nicht. In der Zwischenzeit hat sich die Distanz sogar noch vergrössert, Gauck bescheinigte Sarrazin Mut für die Veröffentlichung seiner Thesen.

Die Wut darüber Gauck nominieren zu müssen dürfte bei Angela Merkel in der Zwischenzeit in Wohlgefallen umgeschlagen haben, kaum war der Merkels “Ja” zu Gauck in der Welt, jaulten die üblichen Verdächtungen aus der vereinten Front des Gutmenschtums medienwirksam auf, Jürgen Trittin sah sich gar gezwungen der grünen Parteizeitung „taz“ Schweinejournalismus vorzuwerfen.

Aber zurück zur alten Tate SPD, die nun vor dem Problem steht die Distanzeritis zu Sarrazin über den Umweg Gauck zu vollziehen ohne die alten Wunden wieder aufzureissen ohne gleichzeitig Gauck zu beschädigen. Mit den üblichen Worthülsen ist diese Aufgabe aber nicht zu stemmen und so wichtig, dass das jonglieren der Praktikanten in den Parteibüros mit Satzbausteinen nicht ausreicht, ausnahmsweise musste daher mal der Chef persönlich ran. Wie das dann aussieht kann man auf Welt-Online nachlesen:

Sarrazin wehrt sich gegen SPD-Chef Gabriel

Freunde werden diese beiden Parteifreunde nicht mehr: Erneut gibt es mächtig Streit zwischen SPD-Chef Sigmar Gabriel und SPD-Mitglied Thilo Sarrazin.

Der Streit zwischen dem ehemaligen Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin und der SPD-Führung geht in eine neue Runde. In einem Brief an den SPD-Parteivorstand, der “Welt Online” vorliegt, wehrt sich Sarrazin gegen Vorwürfe, die Parteichef Sigmar Gabriel in einem Interview der “Welt am Sonntag” erhoben hat.

Der SPD-Vorsitzende hatte im Zusammenhang mit der Diskussion um den designierten Bundespräsidenten Joachim Gauck auf die Frage “Ist Gauck ein Konservativer? Ein Liberaler? Ein Sozialdemokrat?” geantwortet: (weiterlesen …)

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