Heureka !

 

Der Verkauf von Solarstrom könnte dem Schuldenstaat Griechenland Milliarden bescheren. Für den Export fehlen aber die Leitungen. Athens Energieminister will das Problem mit einem Kunstgriff umgehen.

Für den Export wären Hochspannungsleitungen über den Balkan und die Alpen nötig. Der Leitungsbau hält aber schon zwischen Nord- nach Süddeutschland nicht mit dem Windstrom-Wachstum Schritt.

Minister Papakonstantinou will das Problem nun teilweise umgehen: Zwar sehen die Pläne vor, dass rund vier Fünftel des Stroms tatsächlich über Hochspannungsnetze in andere europäische Länder exportiert werden. “Etwa zehn Prozent aber werden wir nur statistisch exportieren“, sagte der Minister. “Das ist das erste Mal, dass jemand von der Möglichkeit des virtuellen Exports Gebrauch macht.”

Die energiepolitische Sprecher_In des Umweltschutzfachblogs “Fakten-Fiktionen” rät derzeit von einem Transport des virtuellen Stroms in Eimern oder eingeschweißt in Plastetüten über die Alpen ab, und fordert derweilen lieber eine Sonne an die griechische Botschaft in Berlin zu malen und davor 2 Solarmodule oder Windräder zu stellen und den virtuell erzeugten Strom Griechenland zuzuschreiben und zu bezahlen.

Dieser Kunstgriff ist in einer EU-Verordnung von 2009 vorgesehen. “Die Energie wird in Griechenland verbraucht, aber in der Energiebilanz der Käuferländer berücksichtigt”, sagte der Minister. Das passt in die Strategie der EU-Kommission für Erneuerbare Energien.

Selten bedacht!

Mehrheit der Deutschen ist abhängig vom Staat!

ein besorgter mensch aus berlin | 16.03.2012

Immer wieder wundern sich ausländische Beobachter darüber, dass es trotz der großen europäischen Krisen, es hier in Deutschland immer noch so ruhig bleibt. Auch ich habe mich schon vor Jahren gefragt ob und wann die deutsche Bevölkerung endlich den Mut aufbringen würde, um sich gemeinsam gegen die politische Ausverkaufsmentalität der Regierungen zur wehr zu setzen.

Doch, wie jeder weiß, ist nichts geschehen. Weder als man die Banken mit Milliarden von Steuergeldern rettete, noch als die Regierungen (egal ob rot-grün oder schwarz-gelb) beschlossen, die in Schwierigkeiten geratenen europäischen Nachbarländer mit deutschen Steuermilliarden zu helfen.

Nix passierte. Kaum Widerstand, geschweige denn Massendemonstrationen gegen den “Ausverkauf unserer Zukunft – der Zukunft unserer Kinder, Enkel” – nichts ist passiert. Die Bürger dieses Landes scheinen wie gelähmt zu sein und niemand traut sich gegen die Macht der Finanzmafia und ihrer Polit-Marionetten aufzustehen. Warum eigentlich?

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Sinn: „Deutschland wird gezwungen, sein Sparkapital in die Südländer zu investieren“

Deutsche Mittelstands Nachrichten | 24.02.2011

Hans-Werner Sinn beobachtet eine innereuropäische Kapitalflucht: Die deutschen Banken ziehen ihre Gelder aus Südeuropa ab. Damit erhöht sich der Druck auf die Währungsunion. Über die EZB-Gelder fließt das Geld jedoch wieder in den Süden. Weil die deutsche Politik bisher die Target 2- Salden verharmlost hat, könnten die deutschen Sparer und Steuerzahler am Ende auf ihren Milliarden-Forderungen sitzenbleiben.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Herr Sinn, nur mehr vier Länder der Eurozone weisen einen positiven Saldo im Target2-System auf. Gegen Ende des Jahres wuchs auch der Negativsaldo der Österreichischen Nationalbank. Wie erklären Sie sich das?

Hans-Werner Sinn: Die Target-Salden messen Geldflüsse über die Grenzen. Österreich ist wegen des Engagements seiner Banken in Osteuropa von einer gewissen Kapitalflucht betroffen. Das zeigt sich in den Daten.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Und wie erklären Sie sich die Negativsalden Italien und Spaniens?

Hans-Werner Sinn: Das ist der gleiche Vorgang: Kapitalflucht. Zum kleineren Teil sind das Anleger aus diesen Ländern, die ihr Geld in Sicherheit bringen. Zum größeren Teil geht es aber um Anleger aus Deutschland, insbesondere deutsche Banken, die ihre Kredite zurückziehen, die sie vorher diesen Ländern gegeben haben.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Bei einem Austritt Griechenlands würden die Verbindlichkeiten der griechischen Notenbank Target2-System unter allen Mitgliedsländern der Eurozone aufgeteilt werden. Auf die Deutsche Bundesbank würden entsprechend 28% entfallen. Allein die Verbindlichkeiten aus den Peripherieländern liegen derzeit bei mehr als 759 Milliarden. Was käme im Falle eines Zusammenbruchs der Währungsunion auf Deutschland bzw. die deutsche Bundesbank zu?

Hans-Werner Sinn: Dann stehen die gesamten Target-Forderungen, die heute bei etwa 550 Milliarden liegen, im Risiko. Das heißt, die Forderungen haben keine Rechtsgrundlage mehr.

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Immer mehr Zigeunerkinder auf Bettel-Tour

berichtete am Dienstag die Berliner BZ und führte fort:

“Die Ausbeutung ist schrecklich”, sagt CDU-Politiker Juhnke. Doch die Behörden sind fast machtlos.

Brandenburger Tor: Kein Tourist kommt unangebettelt davon

Der kleine Junge läuft verschüchtert durch den S-Bahn-Wagen, klimpert mit den Münzen im Becher. Im Hintergrund spielt ein junger Mann Akkordeon. Für eine Millisekunde schaut der Junge den Fahrgästen in die Augen. Sein trauriges Gesicht soll Mitleid erregen.

Ob in der Bahn, am Kurfürstendamm oder rund um den Alexanderplatz: Immer mehr Kinder gehen auf Bettel-Tour. Manche von ihnen sind erst fünf Jahre alt, viele kommen aus Rumänien oder Bulgarien. Das Geld kassieren ihre Eltern oder älteren Geschwister.

„Durch den Zuzug der Sinti und Roma hat sich auch die Zahl der bettelnden Kinder erhöht“, sagt Robbin Juhnke, innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, zur B.Z.. „Die Kinder bekommen mehr Geld als Ältere. Diese Ausbeutung ist schrecklich.“

Vor dem Brandenburger Tor sprach die B.Z.-Reporterin am Montag mit einem bettelnden Mädchen. „Ich heiße Maria und bin fünf“, sagt die Kleine in bruchstückhaftem Deutsch. Dann zieht ihre Mutter sie weg. Dürfen Kinder von ihren Eltern überhaupt zum Geldsammeln geschickt werden?

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Warum ist eigentlich Bundespräsident Köhler zurückgetreten?


Die EU-Verteidigungsminister haben entschieden, die Atalanta-Mission auszuweiten. Künftig können Ziele an der Küste von Somalia auch an Land angegriffen werden. Darauf haben sich die Verteidigungsminister der EU-Staaten am Donnerstag in Brüssel grundsätzlich geeinigt. Dies berichtet die ZEIT. War da nicht mal was? Warum ist denn Horst Köhler als Bundespräsident zurückgetreten? Richtig! Genau wegen der unsäglichen Kritik an ihm für Selbstverständlichkeiten, wie eben genau diese Atalanta-Mission zur Sicherung unserer Handelswege.

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Bundespräsidentenwahl: Anfang vom Ende des Schuldkultes?

Mit der Person Gauck werden viele Erwartungen, bei manchen auch Befürchtungen, verknüpft. Einer der Bedenkenträger hat sich bereits Anfang letzter Woche, stellvertetend für seine Sippe, zwar wort- aber wenig geistreich auf Welt-Online geäussert. Der Titel des Artikel zeigt wohin die Reise geht:

Totalitarismus-Debatte: Gauck könnte den Holocaust-Konsens aufkündigen

Seit Richard von Weizsäcker gilt der Holocaust als einzigartiges Verbrechen. Das könnte sich jetzt, 25 Jahre nach dem Historikerstreit, ändern. Eine Widerrede.

Zur Erinnerung: Der damalige Bundespräsident Weizsäcker deutet in seiner Rede zum 8.Mai’45 im Jahr 1985 den Tag kurzerhand zum “Tag der Befreiung” um. Neutral formuliert ist es der Tag der Kapitulation, für andere wiederrum der Tag der Niederlage. Niederlage? Das hört sich nach Autobahn an, war es doch das Nazi-Deutschland (mit Betonung auf dem ersten Wort), welches kapitulierte. Mit der Kapitulation endete aber nicht nur die 12-jährige Herrschaft der Nationalsozialisten, vulgo: dem “Dritten Reich“, sondern auch die erste parlamentarische Demokratie auf deutschem Boden, nämlich die Weimarer Rpublik. Die nationalen Sozialisten hatten durch das Ermächtigungsgesetz die Weimarer Verfassung zwar faktisch ausgehebelt, agierten aber formal innerhalb deren Rahmen. Die Widerständler des 20. Juli 1944 um Claus Schenk Graf von Stauffenberg waren Protagonisten des “Geheimen Deutschlands“. Verkürzt dargestellt war ihr Ziel Hitler und die seinen zu beseitigen, den Krieg, zumindest im Westen, zu beenden und dabei die Weimarer Republik zu erhalten. Entscheidend bei diesem Attentat war dass es sich um deutschen Widerstand auf höchstem Niveau handelte. Es war sowohl der letzte als auch ernsthafteste Versuch zu retten, was noch zu retten war. Stauffenberg und die seinen spielten daher in der Nachkriegsgeschichte eine wesentliche Rolle, symbolisieren sie doch dass es auch in der NS-Zeit einen ernstzunehmdenen Widerstand gegen das Regime in den deutschen Eliten gab.

Konservative Revolutionäre

Es ist allgemein bekannt dass das Attentat scheiterte – selbst wenn es nicht gescheiterte wäre, so ist es doch höchst fraglich ob die Rechnung mit dem Westfrieden aufgegangen wäre. Hätte, könnte, wollte – eine Diskussion darüber ist müsig. Fakt ist: Die Weimarer Repbulik wurde 1949 durch das Staatsgebilde der “Bundesrepublik Deutschland” ersetzt. Das zwar löbliche, aber doch provisorische Grundgesetz, stellt trotz aller Beteuerungen keinen Verfassung dar. Die Behauptung das Grundgesetz hätte “Verfassungsrang” zeugt noch heute davon dass die Bundesrepublik ein völkerrechtlich mit heisser Nadel gestricktes Konstrukt ist. (weiterlesen …)

Ökostrom-Gesetz verfassungswidrig

Berichtet die Welt:

Studie: “Das Ökostrom-Gesetz ist verfassungswidrig”

Ein Gutachten der Uni Regensburg zieht Parallelen zwischen Erneuerbare-Energien-Gesetz und „Kohlepfennig”. Die Umlage auf alle Verbraucher ist nicht zulässig.

Das zentrale Gesetz zur Umsetzung der ökologischen Energiewende in Deutschland verstößt gegen die Verfassung. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten, das die Rechtsfakultät der Universität Regensburg im Auftrag des Gesamtverbandes Textil und Mode verfasst hat. In dem Gutachten, das „Welt Online“ vorliegt, stellt der Staatsrechtler Gerrit Manssen fest, dass die Kostenwälzung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) nach der 2010 in Kraft getretenen Novellierung eine „Sonderabgabe“ darstellt, die in allen wesentlichen Punkten mit dem früheren „Kohlepfennig“ vergleichbar ist. Der vom Stromverbraucher zu zahlende Kohlepfennig zur Subventionierung des deutschen Steinkohlebergbaus war 1994 vom Bundesverfassungsgericht verboten worden. (weiterlesen …)

Euro: Bundestag liest nix – stimmt aber ab!

Wie erwartet hat der Bundestag gestern gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung der weiteren Ausraubung und Enteignung deutscher Steuerzahler zugunsten Griechenlands und der EUdSSR zugestimmt. Über was genau weiß aber skandalöserweise kein einziger Abgeordneter, denn der Antrag umfaßte 726 Seiten, die erst am Morgen der Abstimmung im Fach lagen. Kein einziger Abgeordneter hat gelesen, was drinsteht!Das nennt sich bei uns Demokratie!

BILD blieb verdienstvoller Weise am Ball und hat die gewählten Hampelmänner mit dem Papierstoß von 726 Seiten im Bundestag konfrontiert. Die Antworten windelweich! Der Umfaller Friedrich (amtierender Innenminister, CSU) auf dem Foto, der noch vor kurzem Griechenland den Austritt aus dem Euro empfohlen hatte, sagte BILD:

„Ich habe die 726 Seiten nicht gelesen, denn ich hatte schon vorher alles auf meinem iPad. Ich zweifle überhaupt nicht am Rettungskurs der Kanzlerin. Sonst würde ich nicht zustimmen.“

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Debatte über Griechenland-Hilfe:

Wir neuen Welt-Bösewichte

von Jan Fleischhauer | 27.02.2012 | SPON

Der Bundestag verabschiedet ein neues Milliardenpaket für Griechenland, doch statt Dank schlägt uns Abneigung aus dem Süden Europas entgegen. Die Deutschen müssen mit einer neuen Rolle zurechtkommen: Wir sind jetzt die Amerikaner Europas.

Ein Vorschlag zur Güte: So wie man früher im Polizeibericht die ethnische Herkunft der Straftäter unterschlug, könnte man in der Berichterstattung über die Euro-Krise künftig auf jede nationale Identität der Hilfsempfänger verzichten. Statt von Griechen oder Portugiesen wäre dann einfach von den Bewohnern eines südeuropäischen Landes die Rede – oder, besser noch: von unseren europäischen Mitbürgern im Süden.

Vielleicht trägt das dazu bei, die Stimmung in Europa zu heben.Man muss in diesen Tagen aufpassen, was man sagt. Ein unvorsichtiger Satz, und schon schlagen die Emotionen über einem zusammen. Ich weiß, wovon ich rede. Als ich vor kurzem anlässlich des Kreuzfahrtunglücks vor Giglio ein paar launige Bemerkungen über die Italiener im Besonderen und dann auch Allgemeinen machte, stand halb Italien Kopf. Sogar der italienische Botschafter in Berlin schaltete sich ein, um mich ins Gebet zu nehmen. Ich bin nur froh, dass Italien im Schengen-Raum ist. Nachdem, was ich über mich in der italienischen Presse gelesen habe, weiß ich nicht, ob man mich bei der Grenzkontrolle noch ohne Weiteres ins Land gelassen hätte.

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Zersetzung, naming-shaming und das Ausschalten von Vetospielern

 25.02.2012 | deutschland kontrovers

Zwei bemerkenswerte Artikel aus den IK-Nachrichten vom Februar (2012) zur Methodik der globalistischen Erziehungsdikatatur am Beispiel des Bildungswesens und der Kirche:

1. FAZ zur neuen „Scheindemokratie“: „Zersetzungsmaßnahmen gegen nicht Zustimmungswillige“

In einem äußerst wichtigen Beitrag von Jochen Krautz ( FAZ 29.9.11, S. 8 ) wird erläutert, wie mächtige Interessenten unser Bildungswesen an allen demokratischen Instanzen vorbei manipuliert haben. Da die Methode auch auf anderen Sachgebieten erfolgreich war, lohnt eine ausführliche Zitierung, zumal andere Medien den skandalösen Vorgang – aus welchen Gründen auch immer – unerwähnt lassen. “Handelt es sich um eine Scheindemokratie, die den Volkswillen als zufällig und lenkbar ansieht?…

Zunehmend (geben) auch Stimmen aus Wirtschaft und Politik das längst offensichtliche Scheitern der Bildungsreformen um Bologna und Pisa zu. Wie aber sind Pisa und Bologna gegen alle Vernunft, aber mit offenbarer Macht am Willen der meisten Beteiligten und der Bürger vorbei durchgesetzt worden? Darüber geben die globalen und europäischen Akteure des Bildungsumbaus selbst Auskunft. Die OECD, als Wirtschaftsorganisation verantwortlich für den Pisa-Test, sieht in ihrem Verfahren vergleichender Kontrolle (Peer-Review) den effizientesten Weg, Einfluss auf das Verhalten souveräner Staaten zu nehmen. Dazu diene die ‘naming and shaming technique‘: Wer nicht dem Pisa-Kodex entspricht, wird am medialen Pranger bloßgestellt.

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Theodore Dalrymple: EU post-Tito Jugoslawien

Theodore Dalrymple ist einer der hervorragendsten konservativen Kommentatoren in Europa. Leider schreibt er seit seiner Pensionierung als britischer Gefängnispsychiater meist nur noch kurze Texte. Im aktuellen New York City Journal hat er nun einen längeren, lesenswerten Artikel über die EU verfaßt.

Er kommt darin zum Schluß, daß die unkontrollierten Staatsausgaben vieler Mitglieder zusammen mit dem megalomanen Euro zu einer sozialen, politischen und sogar zivilisatorischen Krise geführt haben, die zu mehr Feindseligkeit und sogar zu Krieg führen könnte. Die EU erinnere ihn an ein großes post-Tito Jugoslawien. Wie alle wissen, ist Jugoslawien nach Titos Tod zusammengebrochen und hat sich wieder in seine Einzelteile zerlegt.

Quelle in Englisch

Eine etwas holprige, aber dennoch lesbare Übersetzung findet sich hier.

Sollte sich jemand fähig fühlen, das ganze ordentlich zu übersetzen, wäre sicherlich nicht nur ich ihm äußerst dankbar!

Schwarze Listen im EU-Hinterzimmer

Von Kay Wagner | 28.01.2012 | neues-deutschland.de

Brüsseler Kommission verletzt Grundrechte-Charta durch heimliche Speicherung von »Risikodaten«

Weitgehend unbemerkt sammelt die EU-Kommission Daten von Personen, Unternehmen und Institutionen, die nach Brüsseler Meinung eine Gefahr für die Gemeinschaft darstellen könnten. Der EU-Ombudsmann geht nun gegen diese Praxis vor.

Im Haus derer, die mächtig sind, sind viele Zimmer und in den Zimmern wohnen jene, die listig sind (Sprüche v.m. 1.1)

Es ist ein Streit, der sich weitgehend ohne die »europäische Öffentlichkeit« abspielt. Ein Streit, der in den Hinterzimmern der EU-Kommission seinen Ursprung hat. Dort läuft seit 2004 ein computergesteuertes System, das die EU vor Schaden schützen soll. Personen, Verbände oder Unternehmen werden von dem System darauf geprüft, ob sie und ihre Handlungen eine Gefahr für die Interessen der EU darstellen könnten – vor allem die finanziellen.

Das Frühwarnsystem FWS ordnet Verdächtige in fünf Gefährlichkeitsstufen ein. W1 ist die unterste Stufe, W5 die höchste. In letztere Kategorie fallen Personen oder Unternehmen, eventuell ganze Staaten, die vom EU-Rat im Rahmen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik sanktioniert werden. Diese werden meist auch von den Vereinten Nationen angeprangert, weshalb sich hier weniger das Problem stellt, das der Europäische Bürgerbeauftragte, der Grieche Nikiforos Diamandouros, nun in Bezug auf das FWS in einem Verfahren verfolgt.

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Die Euro-Illusion

 von Dr. Michael von Prollius | 29.12.2011 | lips-institute.ch

Am Euro soll sich das Schicksal Europas entscheiden. Zumindest wollen uns das namhafte Politiker, manche EU-Bürokraten und einige Ökonomen weiss machen. Der Euro soll nicht nur die Grundlage, sondern sogar die Voraussetzung für ein ökonomisch stabiles und prosperierendes Europa sein. „Der Euro ist eine unser größten Errungenschaften.“ heißt es in Brüssel. „Der Euro ist unser Schutz“ hört man in Berlin und „er nützt uns auf der ganzen Linie“. Zugleich soll ein kleines Land am Rande Europa über eine Vertrauenskrise „den Euro als Ganzes“ gefährden.

Einmal mehr wimmelt es nur so von Kollektivismen und Konstrukten, die die Nation, den Superstaat, die Megawährung über alles stellen. Und die Begründung? „Niemand darf sich Illusionen hingeben: Die Lage ist ernst, sehr ernst“! Wer diesen und anderen Behauptungen oder Versprechungen Glauben schenkt, gibt sich allerdings Illusionen hin. Die Europäische Währungsunion wird nicht in dieser Form fortbestehen, aber Europa würde den Euro und die EU überleben.

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Bis Deutschland bankrott ist

Hans Heckel | 02.02.12 | PaZ

ESM-Vertrag ermöglicht Belastungen in unbegrenzter Höhe – wirksame Kontrolle bleibt Wunschdenken

Der dauerhafte Euro-Rettungsschirm ESM legt das finanzielle Schicksal der Deutschen in die Hände fremder Regierungen. Merkels „Fiskalpakt“ erweist sich als Beruhigungspille.

„Die Wahrscheinlichkeit eines deutschen Staatsbankrotts wächst“, warnt der Chef des Ifo-Intstituts Hans-Werner Sinn. Die Nachricht passt so gar nicht zur jüngsten Jubelmeldung über die Rekord-Steuereinnahmen aus dem Bundesfinanzministerium. Doch ein Nebensatz in der freudigen Bekanntmachung von Wolfgang Schäuble ließ bereits durchblicken, woher die Gefahr lauert. An eine Entlastung der Steuerzahler sei nicht zu denken, weil Deutschland erhebliche Lasten durch die Euro-Schuldenkrise zu schultern haben werde.

Sinn hält diese zunehmend unüberschaubaren Mehrbelastungen für kaum mehr vertretbar. Schon jetzt hafte Deutschland für 595 Milliarden Euro, diese Summe könne sich auf 785 Milliarden Euro erhöhen. Ergebnis: „Die Finanzmärkte taxieren die Wahrscheinlichkeit für einen Staatsbankrott Deutschlands in den nächsten zehn Jahren schon jetzt auf zwölf Prozent, mit steigender Tendenz.“ Zudem mindere die deutsche Zahlungsbereitschaft den Anreiz für die Schuldenländer, ihre Hausaufgaben zu machen, was die Sache noch weiter verschlimmere, so Sinn.

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