Krebsgeschwür Gutmensch

Früher auch Blockwart genannt

Michael Klonovsky | 08.04.2012

Vor wenigen Tagen, meldet die “Welt”, wurde im Berliner Dom eine neue Fassung von Bachs „Johannespassion“ aufgeführt. Die Musik wurde nicht geändert, allerdings in einigen Passagen der Text. Begründung: Bachs Werk sei judenfeindlich, man könne es Menschen von heute nicht mehr unverändert zumuten. Die Initiative kam von einem Stuttgarter Kirchenmusiker, den ideologischen Unterbau lieferte der evangelische Theologieprofessor Peter von der Osten-Sacken, der sagt: „Es geht mir gegen den Strich, dass ein Text, der belastet ist mit einer Wirkungsgeschichte, die auf Kosten der Juden gegangen ist, unkommentiert weitergegeben wird.“

Diese vorauseilende Beflissenheit gegenüber dem Zeitgeist, diese Streberei in Gesinnungsdingen, dieser Denunziationseifer gegenüber der (tatsächlich: jeder) Vergangenheit zum elenden Zwecke eigener moralischer Heiligenscheinpolitur, diese knalldeutsche Symbiose aus Petze und Schulmeister, diese Lust am Ausradieren aus späterer “Einsicht”, die nichts von ihrer eigenen Relativität wissen will, dieses feige Offene-Türen-Einrennen bei fingierter Couragiertheit: Man lernt letztlich bei den “Bewältigern” der NS-Ära mehr über den autoritären Charakter als bei den Historikern.

WELTWOCHE über kriminelle Zigeuner

Die aktuelle Ausgabe der WELTWOCHE (14/2912) hat Wellen geschlagen.Das Problem mit den Zigeunern besteht zunächst darin, daß sie statistisch gar nicht erfaßt werden. Wir hören nur – wenn überhaupt – von Staatsbürgern aus Rumänien, Bulgarien, Ex-Jugoslawien, Ungarn, der Slowakei und so weiter. Daß ein erheblicher Anteil der Straftäter, die bei uns “Südländer”, “Rumänen” oder “Osteuropäer” genannt werden, eigentlich Zigeuner sind, verschweigen die Statistiker, die Politik und die Qualitätspresse.

Nur die WELTWOCHE getraut sich, Zigeuner zum Titelthema zu machen. Hier ein paar bezeichnende Auschnitte aus einem langen Artikel von Philipp Gut:

«Wenn Sie in Genf zwei junge Zigeuner antreffen, die alleine unterwegs sind, haben sie zu 99 Prozent ­einen Schraubenzieher in der Hosentasche», sagte Jean-François Cintas, Chef der Abteilung Einbruch bei der Genfer Kantonspolizei, der Zeitung Le Temps. Im letzten Jahr seien allein zwei jugendliche Täter in 450 Wohnungen eingebrochen und hätten 250.000 Franken Beute gemacht. Im Kanton Freiburg begehen minderjährige Roma jedes Jahr rund 200 Einbrüche, wie die Kantonspolizei schätzt…

In der Schweiz leben, nach Auskunft der in Zürich ansässigen Rroma Foundation (sic!), rund 50.000 Roma…

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Unter falscher Flagge

Die Piratenpartei wirbt um Junge und Netzbürger, flaggt schwarz und ist politisch tiefrot

S. Gutschmidt | 05.04.2012 |  PAZ

Bösartige Satire der kommunistischen Jungle World von 2009

Nach der Wahl im Saarland werden die Piraten mit 7,4 Prozent viertstärkste Partei im Saarbrücker Landtag. In Berlin erreichten sie 2011 aus dem Stand 8,9 Prozent. Nächstes Ziel ist das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW), danach Schleswig-Holstein. Von den aufgeschreckten Altparteien müssen besonders die Grünen um Wähler bangen. Den Parteien steht ein Lehrjahr zu Chancen wie Grenzen der Aktivierung von Wählern über das Internet bevor.

„Mit dem Einzug in den ersten Landtag eines Flächenlandes hat die Piratenpartei bewiesen, dass sie in allen Ländern eine neue politische Kraft ist“, wertet die politische Bewegung ihren Wahlsieg über das Internet. „Schwarmintelligenz“ habe den Durchbruch gebracht. Dieser Schwarm, das sind laut einer ARD-Umfrage vor allem Neuwähler. Gut 23 Prozent dieser dem Internet und dessen sozialen Netzwerken zugeneigten Klientel setzte zuletzt auf die noch unfertige Programmatik der neuen Gruppierung. Als Ziele beschreiben die Freibeuter „Bürgerrechte“ und „informationelle Selbstbestimmung“. „Umwelt“ rangiert an dritter Stelle, allerdings fast völlig reduziert auf den nebulösen Begriff der Nachhaltigkeit. Weitere selbst beschriebene Aufgaben wie „Transparenz“, „gesellschaftliche Teilhabe“ oder „Urheberrecht“ kreisen stets um „Teilhabe am digitalen Leben“. Das selbstgesteckte Themenfeld ist somit denkbar schmal. Was immer das Netz betreffen könnte, so das Patentrecht, rückt kurz in den Blick-punkt, solange es eben den elektronischen Datenaustausch betrifft. Die Piraten stehen damit für einen Bedeutungswandel: Der realpolitischen Welt stellen sie die digitale gegenüber.

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Phobien Behandlung auf Kassenkosten Fehlanzeige?!

Ein Kommentar bei PI-News:

Habe gerade erst gestern bei der Techniker Krankenkasse (TKK) vorgesprochen, die ich wegen ihrer guten Leistungen an sich wärmstens empfehlen kann. Ich habe dort gefragt, ob sie eine Behandlung wegen Phobie übernehmen würden.
Das wurde sofort freundlich bejaht, selbstredend trage man weitgehend die Kosten einer längeren Psychotherapie, entweder bei einem Fachmediziner oder durch Überweisung von einem Mediziner zu einem psychologischen Spezialisten für solche seelischen Erkrankungen.
Dann die mitfühlende Frage der Sachbearbeiterin, um welche schweren Angstzustände es sich denn konkret bei mir handeln würde. “Na ja”, sagte ich, “hauptsächlich Xenophobie, besonders Islamophobie, auch Gynophobie und Homophobie machen mir zu schaffen.”
Nun die große Enttäuschung: Ausgerechnet für diese schweren Ängste – wiewohl gerade diese ein normales Leben in einer anständigen antirassistischen Gesellschaft doch verunmöglichen! – würde die TKK die Behandlungskosten nicht tragen, auch bei den anderen Kassen sähe die Sache nicht anders aus.

Wie kann das möglich sein, daß ganze Gruppen von psychisch Kranken in unserer Gesellschaft so ausgegrenzt und allein gelassen werden?
Habe jetzt wirklich keinen Schimmer, wie ich meine Behandlung selber finanzieren kann, meine wenigen Ersparnisse reichen dazu nicht aus.

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Schöne Bloßstellung! :)
Wenn “denen” wirklich daran gelegen wäre, uns von unseren “Abwegen” abzubringen, uns in die von ihnen vorgegebene “gesellschaftliche Norm” einzupassen, müßten sie eigentlich Prämien für “freiwillige” Behandlung aussetzen.

“Opfer” mit Migrantenbonus sind ihnen allerdings auf die Schnelle 500.000 Euronen wert! Wobei “Opfer” Definitionssache -  Wie nutze ich Medienmärchenmanifestationen für meine geheimen Strategien?! – bleiben.

Verkohlt, verhohneckert, zerschrödert, ausgemerkelt und durch den Wullf gedreht, werden wir jetzt noch schön vergauckelt….

Zwischen den Zeilen

Von Dieter Stein | 23.03.2012 | JF

Joachim Gauck hat in seiner ersten Rede für Ernüchterung gesorgt. Er lobt das Erbe der 68er, er gibt ein pathetisches Bekenntnis zu Europa ab – und er nimmt nicht ein einziges Mal das Wort „Deutschland“ oder „deutsches Volk“ in den Mund. Das ist zum kotzen bedauerlich.

Gaucks Rede spiegelt die Erwartungen und Bedenken eines großen Teils der politischen Klasse an diesem sperrigen außergewöhnlichen Intellektuellen, der an die Spitze des Landes gewählt wurde, und gegenüber denen der Gewählte nun mehrere Konzessionen machen zu müssen glaubt.

Dem 72jährigen Rostocker war die Anspannung anzumerken, als er zur Vereidigung schritt. Er spricht in einem Parlament und vor einer Öffentlichkeit, deren politische Rhetorik von Tabus vermint ist wie einst der Todesstreifen der innerdeutschen Grenze. So muß man fast wie vor 1989 im Neuen Deutschland zwischen den Zeilen lesen und genauer hinsehen, um Akzente zu finden, die Gauck dennoch gesetzt hat:

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Piratenpartei: “Verlogenheit ist höchstgradig unangenehm”

Dass die Spaßpartei der Piraten so ihre Schwierigkeiten mit Begriffen wie “Dein” und “Mein” hat ist kein Geheimnis. Angefangen beim “bedingungslosen Grundeinkommen”, über das angebliche Einstehen für Meinungfreiheit (ausser für Andersdenkende natürlich), bis hin zur Haltung zum Urheberrecht demonstriert diese Partei eindrucksvoll die Weigerung ihrer Mitglieder erwachsen zu werden. Ein Grundeinkommen gibt es schon – es heisst Hartz4 und dient nicht wenigen, durchaus auch Biodeutschen, als Hängematte. Bzgl. Meinungsfreiheit hält es diese Partei mit der Antifa: “Rechts sein ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“, folglich gilt die Meinungsfreiheit für diese nicht, frei nach dem Motto “Jeder hat die Freiheit meiner Meinung zu sein“. In Sachen Urheberrecht möchte man eine “Kutlturflatrate” damit jeder immer alles umsonst runterladen kann. Über genau diesen Punkt hat sich der Künstler Sven Regener in einem Interview mit dem Bayrischen Rundfunk (hier anzuhören) geäussert.

Neben einer kurzen Bestandsaufnahme bzgl. des Zustands der Kulturlandschaft und der Schneise der Verwüstung, welche die Umsonstkultur bereits gerissen hat, sagt Regner über die Piraten:

Auch der Begriff “Piratenpartei” ist geistiges Eigentum und wenn ich Morgen einen Piratenpartei gründe steht einen halbe Stunde später der Anwalt der Piratenpartei auf der Matte, so sieht’s nämlich aus.

Der örtliche Chef hier von den Piraten der hat eine Firma die machen Apps fürs iPhone, das ist ein geschlossenes System, das ist 100% Copyright, mit Anwälten und allem drum und dran. Und der Typ sagt “Ja hier alles schön frei und so weiter” aber das möchte ich mal sehen was passiert wenn ich sein Programm, was er da gerade verkauft, wenn ich das knacke und ins Internet stelle, für jedem zum freien runterladen und installieren auf seinem iPhone. (weiterlesen …)

Immer mehr Zigeunerkinder auf Bettel-Tour

berichtete am Dienstag die Berliner BZ und führte fort:

“Die Ausbeutung ist schrecklich”, sagt CDU-Politiker Juhnke. Doch die Behörden sind fast machtlos.

Brandenburger Tor: Kein Tourist kommt unangebettelt davon

Der kleine Junge läuft verschüchtert durch den S-Bahn-Wagen, klimpert mit den Münzen im Becher. Im Hintergrund spielt ein junger Mann Akkordeon. Für eine Millisekunde schaut der Junge den Fahrgästen in die Augen. Sein trauriges Gesicht soll Mitleid erregen.

Ob in der Bahn, am Kurfürstendamm oder rund um den Alexanderplatz: Immer mehr Kinder gehen auf Bettel-Tour. Manche von ihnen sind erst fünf Jahre alt, viele kommen aus Rumänien oder Bulgarien. Das Geld kassieren ihre Eltern oder älteren Geschwister.

„Durch den Zuzug der Sinti und Roma hat sich auch die Zahl der bettelnden Kinder erhöht“, sagt Robbin Juhnke, innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, zur B.Z.. „Die Kinder bekommen mehr Geld als Ältere. Diese Ausbeutung ist schrecklich.“

Vor dem Brandenburger Tor sprach die B.Z.-Reporterin am Montag mit einem bettelnden Mädchen. „Ich heiße Maria und bin fünf“, sagt die Kleine in bruchstückhaftem Deutsch. Dann zieht ihre Mutter sie weg. Dürfen Kinder von ihren Eltern überhaupt zum Geldsammeln geschickt werden?

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Es lebe die Panikmache: Keine Antibiotika in Geflügelfleisch!

Hamburg (lme) – Konsumenten müssen sich beim Kauf von Geflügelfleisch keine Sorgen um eine eventuelle Belastung durch Antibiotika machen. Bei einer Untersuchung von Geflügelfleisch durch das Institut für Hygiene und Umwelt der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz der Hansestadt Hamburg wurden keine Antibiotika in den Proben gefunden. Der Einsatz von Antibiotika in der Geflügelzucht wurde [...]

Weiter auf LME:

http://www.animal-health-online.de/lme/2012/03/17/keine-antibiotikaruckstande-in-geflugelfleisch/7230/

und:

FLEISCHESSER STERBEN- VEGETARIER AUCH!!

(ugo) – Die Bilder und die Überschriften sprechen bereits für sich: Da brutzelt angekohltes Fleisch auf dem Grill und die Headline etwa der Süddeutschen online warnt vor den angeblichen “Folgen der Fleischeslust”, als da wären der vorzeitige Tod durch Infarkt und Krebs.

weiter auf LME:

http://www.animal-health-online.de/lme/2012/03/14/fleischesser-sterben-vegetarier-auch-ungerechtfertigte-panikmache-in-sachen-rotes-fleisch/7223/

Diese Seite (LME) ist für Mitmenschen, die sich nicht von Grünen vorschreiben lassen wollen, was sie zu (Fr)essen haben, eine hochwertige Referenz.

Der Grund für die der Zipfelmütze vom Grünen befohlene Fleischabstinenz: Kühe furzen (und rülpsen beim Wiederkäuen) Methan. Und das ist als “Klimagas” weitaus schlimmer als CO2 (Weltuntergang!!). Und darum darf die Zipfelmütze kein Fleisch fressen- schliesslich hat sie gefälligst auf Befehl des Grünen die Welt zu retten!!! 

Jägermeister – support your local Jägermeisterhersteller!

Aus aktuellem Anlaß sah sich das Autor_Innenkollektiv der sozialistischen Arbeit genötigt, kurz die Flasche Freiberger Pils aus der einen linken Hand, sowie die Flasche Rostocker Pils aus der anderen linken Hand zu nehmen, und ein Unterstützerfoto für die Herstellerfirma des Jägermeistergetränks zu schiessen.

Deine Daten gehen dich nichts an, denn nur Wir wissen, was gut für dich ist…

Elektronische Gesundheitskarte: Daten-Backup in der Diskussion

10.02012 | prollblog

Die Sicherung der Notfalldaten ist darum so kompliziert, weil der Patient die eigenen Daten nicht einsehen darf. Dies darf nur der Arzt, der den Datensatz erstellt sowie im Notfall der Rettungsdienst. Denn im Datensatz können auch Diagnosen (z.B. Alkoholismus) vermerkt werden, die der Patient unterdrücken will, die aber in Notfallsituationen hilfreich sein können. Heise Online: Daten-Backup in der Diskussion

Eine an sich gute Sache, unter anderem durch ein Lichtbild den massenhaften Mißbrauch der Krankenkasssenkarten durch Landschleicher zu verhindern, wird durch die orwellschen Intentionen einer Datenmafia ad Absurdum geführt. Ganz abgesehen davon, dass die wirkliche Nutzung dieser Karte seit 2008 vor sich hindümpelt. Hauptsache, der Kampf gegen Rechts wird mit allen Mitteln betrieben, gelle?!

Debatte über Griechenland-Hilfe:

Wir neuen Welt-Bösewichte

von Jan Fleischhauer | 27.02.2012 | SPON

Der Bundestag verabschiedet ein neues Milliardenpaket für Griechenland, doch statt Dank schlägt uns Abneigung aus dem Süden Europas entgegen. Die Deutschen müssen mit einer neuen Rolle zurechtkommen: Wir sind jetzt die Amerikaner Europas.

Ein Vorschlag zur Güte: So wie man früher im Polizeibericht die ethnische Herkunft der Straftäter unterschlug, könnte man in der Berichterstattung über die Euro-Krise künftig auf jede nationale Identität der Hilfsempfänger verzichten. Statt von Griechen oder Portugiesen wäre dann einfach von den Bewohnern eines südeuropäischen Landes die Rede – oder, besser noch: von unseren europäischen Mitbürgern im Süden.

Vielleicht trägt das dazu bei, die Stimmung in Europa zu heben.Man muss in diesen Tagen aufpassen, was man sagt. Ein unvorsichtiger Satz, und schon schlagen die Emotionen über einem zusammen. Ich weiß, wovon ich rede. Als ich vor kurzem anlässlich des Kreuzfahrtunglücks vor Giglio ein paar launige Bemerkungen über die Italiener im Besonderen und dann auch Allgemeinen machte, stand halb Italien Kopf. Sogar der italienische Botschafter in Berlin schaltete sich ein, um mich ins Gebet zu nehmen. Ich bin nur froh, dass Italien im Schengen-Raum ist. Nachdem, was ich über mich in der italienischen Presse gelesen habe, weiß ich nicht, ob man mich bei der Grenzkontrolle noch ohne Weiteres ins Land gelassen hätte.

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Nachgetreten – Sarrazin, Gauck und die Gutmenschen

Distanzeritis ist eigentlich eine langweilige Pflichtübung, ungefragt schreit man in die Welt hinaus was man alles nicht ist, in der Hoffnung dies würde die eigene Kontur schärfen und die Inhaltleere der eigenen Positionen verdecken. Diese relfexhafte Handlung funktioniert solange gut, wie der Delinquent sich nicht in den eigenen Reihen befindet. Von diesen “faulen Äpfeln” hat die SPD derzeit gleich zwei im Korb die es geschafft haben allen parteiinternen Bestrebungen zu Reinigungswellen stalinistischen Provenienz zu widerstehen, die Rede ist von Thilo Sarrazin und dem “Newcomer” Joachim Gauck.

Ersterer hatte mit seinem Buch “Deutschland schafft sich ab” die SPD in eine tiefe innere Krise gestürzt als er Basis und Parteifühung polarisierte. Die Wächter der Kulturrevolution in der SPD betrieben seinen Parteiausschluss, die Basis oppunierte – zum Schluß dürfte Sarrazin bleiben, wenn er sich im Gegenzug vom politischen brisanten Teil seiner Vererbungstehesen distanzieren würde, was er auch notgedrungen tat. Das Problem mit Gauck ist dass er seinerzeit von der SPD (die Grünen haben sich nur drangehangen) aufgestellt wurde um die Union zu ärgern, wirklich auf Linie mit der SPD war dieser schon seinerzeit nicht. In der Zwischenzeit hat sich die Distanz sogar noch vergrössert, Gauck bescheinigte Sarrazin Mut für die Veröffentlichung seiner Thesen.

Die Wut darüber Gauck nominieren zu müssen dürfte bei Angela Merkel in der Zwischenzeit in Wohlgefallen umgeschlagen haben, kaum war der Merkels “Ja” zu Gauck in der Welt, jaulten die üblichen Verdächtungen aus der vereinten Front des Gutmenschtums medienwirksam auf, Jürgen Trittin sah sich gar gezwungen der grünen Parteizeitung „taz“ Schweinejournalismus vorzuwerfen.

Aber zurück zur alten Tate SPD, die nun vor dem Problem steht die Distanzeritis zu Sarrazin über den Umweg Gauck zu vollziehen ohne die alten Wunden wieder aufzureissen ohne gleichzeitig Gauck zu beschädigen. Mit den üblichen Worthülsen ist diese Aufgabe aber nicht zu stemmen und so wichtig, dass das jonglieren der Praktikanten in den Parteibüros mit Satzbausteinen nicht ausreicht, ausnahmsweise musste daher mal der Chef persönlich ran. Wie das dann aussieht kann man auf Welt-Online nachlesen:

Sarrazin wehrt sich gegen SPD-Chef Gabriel

Freunde werden diese beiden Parteifreunde nicht mehr: Erneut gibt es mächtig Streit zwischen SPD-Chef Sigmar Gabriel und SPD-Mitglied Thilo Sarrazin.

Der Streit zwischen dem ehemaligen Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin und der SPD-Führung geht in eine neue Runde. In einem Brief an den SPD-Parteivorstand, der “Welt Online” vorliegt, wehrt sich Sarrazin gegen Vorwürfe, die Parteichef Sigmar Gabriel in einem Interview der “Welt am Sonntag” erhoben hat.

Der SPD-Vorsitzende hatte im Zusammenhang mit der Diskussion um den designierten Bundespräsidenten Joachim Gauck auf die Frage “Ist Gauck ein Konservativer? Ein Liberaler? Ein Sozialdemokrat?” geantwortet: (weiterlesen …)

Führt endlich wieder Grenzkontrollen ein!

Von Thorsten M. | 25.02.2012 | PI-News

In einem bemerkenswert offenen, ganzseitigen Artikel auf der dritten Seite schreibt heute die FAZ über die unerträgliche Sicherheitslage in den ostdeutschen Grenzregionen, insbesondere in Richtung Polen. In dem auch online zugänglichen Beitrag berichten Betroffene, dass sie sich „regelrecht ausgeplündert“ fühlten. Es gebe „kaum noch jemanden, der noch nicht bestohlen wurde“.

Natürlich beeilen sich die interviewten Betroffenen (zumindest die, die man für zitierfähig hält) zu differenzieren, dass sie „nichts gegen Polen, sonder [nur] etwas gegen Kriminalität“ hätten. Aber lässt sich das noch auseinander halten, wenn von 516 gefassten Autodieben in Brandenburg im Jahr 2011, 2/3 Polen sind und der deutsche Anteil – neben Litauern, die eine weitere stark vertretene Ausländergruppe darstellen – wohl kaum die 10%-Anteils-Schwelle überschreitet?! Es wird von existenzbedrohenden Einbrüchen in Betriebe, von kaum noch funktionierendem Versicherungsschutz und einer im permanentem Unwohlsein verschwindenden Lebensqualität erzählt. (weiterlesen …)

Wenn “Zehn kleine Negerlein” einfach verschwinden

Peter Dittmar | 25.02.2012 | WELT

Bücher können eine gefährliche, aber auch eine gefährdete Ware sein. Dann nämlich, wenn politische Korrektheit alte Bücher und Begriffe nachträglich “bereinigen” will.

Tim und Struppi sind noch einmal davongekommen. Ihnen blieb erspart, was Huckleberry Finn und Pippi Langstrumpf über sich ergehen lassen mussten: dass man ihre kessen Reden nachträglich politisch korrekt synchronisierte.

Dem Comic-Band “Tintin au Congo” war sogar Schlimmeres angedroht. Er sollte, forderte der in Belgien heimische Kongolese Bienvenu Mbutu Mondondo seit 2007, wegen der “Rechtfertigung von Kolonialismus und weißer Überheblichkeit” verboten oder zumindest durch einen unübersehbaren Aufkleber als “rassistisch” gekennzeichnet werden.

Das hat jüngst ein Gericht in Brüssel abgelehnt. Zwar sei dieser Comic, der zuerst 1930/31 erschien, dem damaligen Zeitgeist gehorchend, kräftig von der Kolonialideologie geprägt, wonach allein die Herren aus dem fernen Belgien das Glück der Eingeborenen zu garantieren vermögen. Aber daraus ließe sich nicht, um dem heutigen Zeitgeist dienstbar zu sein, ein Verbot ableiten.

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