Sinn: „Deutschland wird gezwungen, sein Sparkapital in die Südländer zu investieren“

Deutsche Mittelstands Nachrichten | 24.02.2011

Hans-Werner Sinn beobachtet eine innereuropäische Kapitalflucht: Die deutschen Banken ziehen ihre Gelder aus Südeuropa ab. Damit erhöht sich der Druck auf die Währungsunion. Über die EZB-Gelder fließt das Geld jedoch wieder in den Süden. Weil die deutsche Politik bisher die Target 2- Salden verharmlost hat, könnten die deutschen Sparer und Steuerzahler am Ende auf ihren Milliarden-Forderungen sitzenbleiben.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Herr Sinn, nur mehr vier Länder der Eurozone weisen einen positiven Saldo im Target2-System auf. Gegen Ende des Jahres wuchs auch der Negativsaldo der Österreichischen Nationalbank. Wie erklären Sie sich das?

Hans-Werner Sinn: Die Target-Salden messen Geldflüsse über die Grenzen. Österreich ist wegen des Engagements seiner Banken in Osteuropa von einer gewissen Kapitalflucht betroffen. Das zeigt sich in den Daten.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Und wie erklären Sie sich die Negativsalden Italien und Spaniens?

Hans-Werner Sinn: Das ist der gleiche Vorgang: Kapitalflucht. Zum kleineren Teil sind das Anleger aus diesen Ländern, die ihr Geld in Sicherheit bringen. Zum größeren Teil geht es aber um Anleger aus Deutschland, insbesondere deutsche Banken, die ihre Kredite zurückziehen, die sie vorher diesen Ländern gegeben haben.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Bei einem Austritt Griechenlands würden die Verbindlichkeiten der griechischen Notenbank Target2-System unter allen Mitgliedsländern der Eurozone aufgeteilt werden. Auf die Deutsche Bundesbank würden entsprechend 28% entfallen. Allein die Verbindlichkeiten aus den Peripherieländern liegen derzeit bei mehr als 759 Milliarden. Was käme im Falle eines Zusammenbruchs der Währungsunion auf Deutschland bzw. die deutsche Bundesbank zu?

Hans-Werner Sinn: Dann stehen die gesamten Target-Forderungen, die heute bei etwa 550 Milliarden liegen, im Risiko. Das heißt, die Forderungen haben keine Rechtsgrundlage mehr.

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Todesstrafe für betrügerische Banker

Zumindest in diesem Fall, wünscht man sich chinesische Verhältnisse. Aber schaut man hinter die Kulisse, wird schnell ein Baueropfer daraus, um Bonzen und Militärs zu schützen! Fast wie bei uns. Eine verkommenen Welt ist das.

Zocken mit dem Geld der Bürger

Wie die Stadt Pforzheim von JP Morgan für dumm verkauft wurde

Deutsche Mittelstands Nachrichten  |  06.03.12

Es begann damit, dass die Stadt Pforzheim mit einem Finanzprodukt der Deutschen Bank hohe Verluste machte. Der vermeintliche Retter in der Not, JP Morgan, entpuppte sich jedoch als die noch größere Katastrophe für die Finanzen der Stadt. Am Ende verschwanden die Investmentbanker spurlos.

Es gab Zeiten, da in Pforzheim noch alles übersichtlich war. "Derivare" wurde im Lateinunterricht konjugiert und nicht von den Kämmerern.

Die Stadt Pforzheim befindet sich derzeit in einem gerichtlichen Verfahren mit JP Morgan. „Wir sind auf eine lange Reise eingebogen“, charakterisiert der Sprecher der Stadt, Michael Strohmayer, die Geschwindigkeit, mit der man sich auf ein Urteil zu bewegt. Es kann noch Jahre dauern. JP Morgan hatte der Stadt Pforzheim ein Finanzprodukt angeboten, mit dem die Stadt Verluste eines Produkts der Deutschen Bank wettmachen wollte. Doch die neue Strategie führte zu Verlusten in Höhe von 57 Millionen Euro.

Im Jahr 2005 empfahl die Deutsche Bank der Stadt Pforzheim ein Finanzgeschäft mit so genannten „Spread-Ladder-Swaps“ (CMS). Hierbei einigen sich Käufer und Bank anfangs auf einen Nominalwert des Geschäfts und schließen auf dieser Basis eine Wette über den Zinsabstand zwischen zweijährigen und zehnjährigen Staatsanleihen in den nächsten Jahren ab. Vergrößert sich der Spread, entsteht daraus ein Gewinn für den Käufer. Zunächst hatten sich die Swaps zugunsten der Stadt Pforzheim entwickelt, doch plötzlich hatten sie „innerhalb weniger Monate einen unglaublich negativen Verlauf“, erklärt Michael Strohmayer den Deutschen Mittelstands Nachrichten. Bis ein Verlust von 20 Millionen eintrat. „Es gab hier auch keinen Boden, die Wetten hätten noch weiter laufen können bis beispielsweise 200 Millionen Euro Minus“.

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Kennen sie Meudalismus?

Nein?

Dann lesen sie diese Rezession. Die Zahlen sind zwar von 2007 und 2009 (Ergänzungsband), aber ist irgend etwas besser geworden? Alleine der ESM Rettungsschirm wir uns Deutsche 360 MILLIARDEN Euronen kosten:

Wie der Nil in der Wüste: Der moderne Feudalismus in Deutschland – Meudalismus

Kurzbeschreibung

Dieses Buch zeigt, dass die frühere Mittelschicht schon längst zur Unterschicht geworden ist. Sie werden auf Fakten und Zusammenhänge aufmerksam gemacht, die Sie sonst so in der Öffentlichkeit nicht antreffen. Ihnen wird einiges fremdartig erscheinen, und vielleicht spüren Sie auch, dass Ihr Weltbild oder zumindest Ihr Bild von Deutschland erschüttert wird.

Wenn Sie das Wirtschaftswunder der 1960er Jahre miterlebt haben, dann werden Sie sich vielleicht wundern, dass es seither in puncto Staatsverschuldung, Arbeitslosigkeit und in vielen anderen Beziehungen stets bergab gegangen ist und dass unsere Politiker es bis heute nicht geschafft haben, diesen Trend zu stoppen oder gar umzukehren. Ob Sie es glauben oder nicht: Die Politiker haben von dem, was Sie hier lesen werden, keine Ahnung. Ludwig Erhard war der Letzte, der das Problem 1957 in seinem Buch “Wohlstand für Alle” beim Namen nannte. Seien Sie also gespannt!

Dr. Wo

PS: Vom Buchpreis erhalte ich als Autor, Setzer, Layouter, Redakteur und Lektor Euro 4,57 (Paperback) bzw. Euro 5,03 (Hardcover).

Dr. Jürgen Borchert, Vorsitzender Richter am Hessischen Landessozialgericht in Darmstadt:

Lieber Dr. Wo,

Ich hatte am späten Abend noch den Fehler gemacht, Ihr Buch anzufangen. Hab es dann in einem Zug zuende gelesen. Spät nach Mitternacht hat es mir die Augen geöffnet. Denk ich an Deutschland in der Nacht…. Atemberaubend. Es sollte Pflichtlektüre für unsere politischen Schlafmützen werden.

Beste Grüße Ihr B.

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (6. Juli 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833497173
  • ISBN-13: 978-3833497179

Bei Interesse am besten direkt beim Autor bestellen – um nicht noch einen “Leistungsträger” fett zu machen – ! Vorab kann man bei Gurgel einiges in Auszügen lesen.

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FF Securities stuft Christian Wulff auf sell aggressiv !!!

Angesichts der jüngsten fiskalischen Turbulenzen im Schloß Bellevue, stufen die Finanzmarktexpert_Innen des Finanzmarktexpert_Innen Blogs “Fakten-Fiktionen” den Bunterepublikpräsidenten in einer eben noch rechtzeitig :mrgreen: veröffentlichten Studie auf “Sell Aggressiv”.

Sicherheitsorientierten Anleger_Innen mit Zeithorizont 3-5 Jahre empfehlen die Finanzprofis eine Anlage in Landtagspräsidenten oder sexy fettleibigen Abgeordnet_Innen des Landtags Mecklenburg ( Unser Star für Baku !), welche sich kürzlich durch Verklappung hochgiftigen rhetorischen Sondermülls in der Öffentlichkeit verdient gemacht haben. Hier seien, bei heutigen Kursen um die 500 000 , mittelfristig Kurse um die 750 000 zu erwarten – vorausgesetzt, kriminelle Notenbankster  mit weitem Gewissen drucken weiterhin Falschgeld – also gefälschte Banknoten.

WER BANKNOTEN NACHMACHT oder VERFÄLSCHT oder NACHGEMACHTE oder VERFÄLSCHTE sich VERSCHAFFT, UM SIE IN VERKEHR ZU BRINGEN ODER REDLICHE MENSCHEN PER GESETZ ZWINGT DIESEN SONDERMÜLL ALS GESETZL. ZAHLUNGSMITTEL ZU NUTZEN, wird (zensiert)MIT KERKERHAFT NICHT UNTER 5 JAHREN BESTRAFT.

Griechenland: „Das Land lebt seit seiner Geburt im totalen Bankrott”

16.02.2011 | FAZ

Die Mittel, die zur Verfügung standen, wurden von der griechischen Regierung ohne irgendeinen Nutzen für das Land selbst verprasst. Das schreibt der französische Schriftsteller Edmond About – aber nicht heute, sondern schon 1858. Ein Nachdruck aus gegebenem Anlass.

Edmond About (1828 bis 1885)

Der französische Schriftsteller Edmond About notierte 1858 über die Situation in Griechenland:

Griechenland ist das einzige bekannte Beispiel eines Landes, das seit dem Tag seiner Geburt im totalen Bankrott lebt. Wenn Frankreich oder England sich nur ein einziges Jahr in dieser Lage befänden, würden wir dort schreckliche Katastrophen erleben. Griechenland lebt nun schon seit zwanzig Jahren in Frieden mit einem Staatsbankrott. Alle griechischen Budgets, vom ersten bis zum bisher letzten, weisen ein Defizit auf.

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Punktlandung

Wie vor fast zwei Wochen in unter dem Titel Das Imperium schlägt zurück angekündigt schlägt es nun tatsächlich zurück – zwar nicht das Imperium welches seinerzeit der Favorit war, aber dafür ein anderes, sogar noch Gewichtigeres.

Es geht um den CO2-Wahn und die Beutelschneiderei welche die EU dem Rest der Welt über den CO2-Emissionhandel aufzwingen will. Nun ist es also endlich soweit, den Chinesen ist berechtigerweise die Hutschnur rausgesprungen, Welt-Online berichtet:

Streit mit der EU: Peking verbietet Airlines Zahlung der CO2-Abgabe

China lässt den Streit um CO2-Abgaben für Airlines eskalieren. Die Lufthansa warnt vor einem Handelskrieg, doch die EU wiegelt ab.

Eigentlich hat eine Fluggesellschaft seit dem Neujahrstag keine Wahl, wenn sie einen Flughafen innerhalb der Europäischen Union anfliegen oder von ihm starten will: Seit Anfang 2012 muss sie auf Strecken von und nach Europa beim Emissionshandel mitmachen.

Nun jedoch versuchen die Chinesen dagegen vorzugehen: Auf Anweisung der Regierung hat die chinesische Luftfahrtbehörde (CAAC) chinesischen Fluglinien verboten, die neuen Gebühren zu zahlen. (weiterlesen …)

Griechenland muss komplett zerfallen

Ausgerechnet ein Politiker der 1% Partei FDP hat radikale, aber meiner Auffassung nach richtige Ansätze zur Griechenland Problematik. Warum klingelts bei mir , wenn ich dabei an Deutschland denke?

Griechenland am Abgrund. Am Samstagmittag setzte Finanzminister Evangelos Venizelos eine Frist: Die Verhandlungen über das zweite Rettungspaket für Griechenland müssen bis zum Sonntagabend abgeschlossen sein. „Das ist die Stunde der Entscheidung“, sagte er. Sonst droht der Staatsbankrott. Unstimmigkeiten über eine Arbeitsmarktreform hätten eine Einigung bislang verhindert.

Und jetzt meldet sich Jorgos Chatzimarkakis (FDP). Dieser Klartext birgt Sprengstoff!
Jorgos Chatzimarkakis (FDP) ist DER Griechenlandkenner in Deutschland, hat seit Ausbruch der Krise den Deutschen immer wieder seine zweite Heimat erklärt und das Land gegen Kritik verteidigt. Aber weil die Krise nicht aufhört, weil alles immer nur schlimmer wird, rechnet Chatzimarkakis jetzt wie kein anderer mit dem System Griechenland ab.

Im Interview mit BILD.de fordert er sogar eine Umbenennung des Landes. Griechenland soll nicht mehr Griechenland heißen!

Der Politiker warnt wegen der Verarmung des Landes vor „Weimarer Verhältnissen“, spricht sogar von einem „Krieg um Nahrung”.

BILD.de: Herr Chatzimarkakis, warum schafft es Griechenland nicht aus der Krise?
Jorgos Chatzimarkakis: Das politische System in Deutschland Griechenland ist und bleibt geprägt von Vetternwirtschaft. Die Klientelpolitik ist noch viel tiefer im täglichen Leben verwurzelt als bisher gedacht. Die Politiker vermitteln auch weiterhin Jobs im Staatsdienst oder andere kleine Gefälligkeiten gegen Wählerstimmen. Das jetzige System muss komplett zerfallen und gegen ein neues ersetzt werden. Die jetzigen EU-Gelder gehen allein in die Schuldentilgung, aber die Probleme werden nicht angepackt. Griechenland braucht hingegen Wirtschaftswachstum, nur dann kann es für die Schulden aufkommen.”

BILD.de: Wie soll es einen glaubwürdigen Neuanfang in dem Land geben?
Chatzimarkakis: „Der Name Deutschland Griechenland steht bei vielen in Europa für ein kaputtes politisches System, Vetternwirtschaft. Im Zuge eines ehrlichen Neuanfangs sollte die deutsche griechische Verfassung neu geschrieben und das Land in allen Sprachen konsequent „Hellas” genannt werden. Das Land braucht ein neues Image.”

BILD.de: Welche Entwicklung droht in Griechenland?
Chatzimarkakis: „Die Troika setzt zur Zeit nur auf Sparen und vergisst das Wirtschaftswachstum. Vieles erinnert an die Politik von Reichskanzler Brüning in den 30er-Jahren, die in der Radikalisierung der Politik mündete. Das muss unbedingt vermieden werden. Griechenland braucht jetzt Wachstum und neue Jobs. Das griechische Problem könnte in eine gigantische europäische Tragödie führen.“

BILD.de: Was meinen Sie mit einer „Tragödie“?
Chatzimarkakis: Die Mittelschicht verarmt zunehmend. In Athen gibt es mittlerweile 30 000 Obdachlose. Schon jetzt konkurrieren an Athener Müllhalden die Ärmsten der Griechen und illegale Einwanderer um Nahrungsreste. Wollen wir einen regelrechten Armutskrieg in Deutschland Griechenland riskieren? Wollen wir zulassen, dass Menschen für Nahrung töten?”

BILD.de: Braucht Griechenland doch einen EU-Sonderbeauftragten?
Chatzimarkakis: „Wenn die Bundesregierung für einen EU-Sonderbeauftragten plädiert, muss sie wissen: Die griechische Bevölkerung würde ein “europäisches Diktat” nicht akzeptieren. Die radikalste und beste Lösung wäre: Weg mit der derzeitigen Parteienregierung. Griechenland braucht ein Kabinett der Technokraten um Ministerpräsident Papademos. Italiens Ministerpräsident Monti macht vor, wie es auch in Griechenland ginge.“

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Ich frage, soll es bei uns auch soweit kommen, bevor wir nachdenken, die Bananen Republik Deutschland zu ändern? Müsssen erst die Menschen auf Müllhalden nach Nahrung suchen und sich mit Millionen Zuwanderen um Essensreste prügeln?

Europa-Abgeordneter Brok: “US-Kräfte haben uns den Währungskrieg erklärt”

Der CDU-Europa-Abgeordnete und außenpolitischen Koordinator der Europäischen Volkspartei (EVP), Elmar Brok, war schon bei der Formulierung der EU-Verfassung dabei. Jetzt begleitet er die Verhandlungen über den von Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy geplanten Vertrag zur Fiskalunion der Eurostaaten. Brok ist zudem ein exzellenter Kenner der USA. Ich sprach mit ihm über das schwierige transatlantische Verhältnis in den Zeiten der Finanzkrise.

CDU-Europa-Parlamentarier Elmar Brok

Herr Brok, was steckt hinter der Herabstufung wichtiger Euroländer durch die US-Ratingagentur Standard & Poor`s?

Elmar Brok: Die Abstufung ist ein gezielter Angriff der US-Ratingagentur gegen Europa. Es gibt doch keinen einzigen plausiblen Grund für die Entscheidung, etwa jetzt Italien abzuwerten. Das Land hat einen neuen Regierungschef, mit dem es wichtige Reformen umsetzt. Das gilt im Übrigen auch für Spanien. Über Frankreich müssen wir gar nicht erst reden. Die Abstufung durch S&P ist folglich interessengelenkt. Die haben uns den Währungskrieg erklärt. Die Ratingagenturen sind mehr Krisenverstärker als Frühwarner.

Die USA führen einen Finanzkrieg gegen uns?

Brok: Starke Kräfte in den USA, insbesondere aus der Finanzwirtschaft. Es geht ihnen offenbar einzig und allein darum, auf diese Weise angelsächsische Interessen gegen Europa durchzusetzen.

Welcher Art sind diese Interessen?

Brok: Finanzieller Art. Sie wollen die Euro-Zone zerschießen, um Geld daran zu verdienen. Dieses Interesse ist im Übrigen leicht zu verifizieren. Schauen wir uns doch nur einmal die Finanzierung der Ratingagenturen an. Die bekommen ihr Geld von der Finanzwirtschaft. Von den Staaten bekommen sie nichts. Sie sind also von der Finanzwirtschaft abhängig. Folglich  bewerten sie die Bonität der Staaten nach den Interessenlagen der Finanzindustrie.

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Politik und Finanzen: Was sind Schulden?

Die Weltgeschichte beweist: Interessen von Gläubigern sind nicht die der Demokratie. Bankenrettungen führen in die Oligarchie. Der Finanzsektor betreibt eine neue Art der Kriegsführung.

Michael Hudson ist Professor der Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Missouri.

Im fünften Buch seiner „Politik“ beschreibt Aristoteles den ewigen Wechsel der Oligarchien, die sich zu erblichen Aristokratien aufschwingen, um dann ihrerseits von Tyrannen hinweggefegt zu werden oder intern zu rivalisieren, wenn einige Familien beschließen, „die Menge auf ihre Seite zu ziehen“. Dadurch entsteht Demokratie, in der dann wieder eine Oligarchie entsteht, auf die abermals Adelsherrschaft und Demokratie folgen, und so weiter.

Das wichtigste dynamische Element hierbei bilden von jeher die Schulden. Sie polarisieren den Reichtum und lassen eine Klasse von Gläubigern entstehen, deren oligarchische Herrschaft ein Ende findet, wenn neue Führer das Volk für sich gewinnen, indem sie die Schulden erlassen und das Eigentum neu verteilen oder es dem Staat überantworten.

Seit der Renaissance verlagerten die Bankiers ihre politische Unterstützung auf Demokratien. Das war ein Ausdruck des Wunsches nach größerer Sicherheit für ihre Kredite. Wie James Steuart 1767 erklärte, waren die vom König aufgenommenen Kredite keine Staatsschulden im eigentlichen Sinne, sondern blieben eher Privatangelegenheit. Wenn die Schulden eines Souveräns bindend für eine ganze Nation werden sollten, mussten gewählte Repräsentanten Steuern beschließen, aus denen die Zinsen gezahlt wurden.

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Euro, Bankrott, Masseneinwanderung, Islam

Zwischen den Jahren schauen viele in die Glaskugel. Der Verstand täte es auch. Was wird uns die Zukunft bringen? Wenn man von wichtigen individuellen Befindlichkeiten wie etwa Gesundheit absieht, ist der zentrale Punkt und die zentrale Sorge im privaten und öffentlichen Leben das Geld, ohne das alles nichts ist. Die meisten Bürger werden gemerkt haben, daß in diesem Bereich die Fundamente gewaltig wackeln, wir stehen auf unsicherem Grund.

Die Eurokrise ist schnell erklärt. Deutschland und ganz EU-Europa sind dank unserer verantwortungslosen Politiker bis über beide Ohren verschuldet und nicht zu retten. Gespart wird nichts, also fliegen wir weiter auf den Abgrund zu, die Geldentwertung, den Crash. Staat und Volk werden sehr fühlbar für eine nicht ganz kurze Zeit ziemlich verarmen, wenn nicht schon 2012, dann eben 2013 oder 2015.

Neben diesem finanziellen Chaos haben wir ein zweites, großes Problem. Das alte Abendland stirbt langsam aber sicher, die Bevölkerung schrumpft, es werden zu wenig Kinder geboren in allen Staaten mit Ausnahme Irlands. Parallel dazu werden wir seit Jahrzehnten von Asylanten, Flüchtlingen und anderen Einwanderern in einer Zahl heimgesucht, welche die ganze Struktur der Gesellschaft und des Staates längst verändert. Die Immigranten sind derzeit überwiegend arm, ohne Ausbildung und Moslems. (weiterlesen …)

Kommentar zum Sozialreport 2011

Anmerkung: Dieser Artikel war ursprünglich als Kommentar zum Artikel “Sozialreport 2011” gedacht. Nachdem ich die 5. Seite überschritten hatte dachte ich, es wäre besser ihn als eigenständigen Artikel zu veröffentlichen.

Auch wenn die Empörung verständlicherweise groß ist ob dieser Zahlen so sind sie doch besser als sie sein könnten. Selbst die Regierung kann die Wirtschaftslage nicht per Gesetz zum besseren wenden. Um diese Zahlen richtig einordnen zu können ist es wichtig zu wissen dass wir von einem hohem Niveau kamen. In den Zeiten des Wirtschaftswunders dessen heller Schein bis ca. Ende der 70′er leuchtete waren irgendwann vorbei – ohne dass das jemand gewollt oder hätte verhindern können. D.h. ein Staat muß sich den geänderten Rahmenbedingungen anpassen. Das nahm dann in den 80′ern seinen Anfang, die ersten Wellen der Frühverentung etc. zogen über das Land. Obwohl klar war dass diese Maßnahmen eigentlich wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen waren hat man sie als eine Art Einmalzahlung verkauft, die man des sozialen Friedens Willens zu zahlen bereit war – und ernsthaft widersprochen hat seinerzeit auch niemand. (weiterlesen …)

Austritt Deutschlands: „Ein Weg, das Ungleichgewicht in der Eurozone zu beseitigen“

Das Problem der Eurozone ist das Auseinanderklaffen von politischem Willen und wirtschaftlicher Realität. Für den UBS-Ökonomen Gerit Heinz ist die Krise nur mit radikalen Schnitten lösbar. Ein Interview. Aktualisiert: 20.12.11

Vor exakt einem Jahr sprachen die Deutschen Mittelstands Nachrichten mit Gerit Heinz von der UBS Deutschland AG über Ungleichgewichte in der Eurozone. Damals hatte die UBS Research in einer Analyse der Eurozone festgestellt: Deutschland ist zu stark für die Euro-Zone, nur ein Austritt Deutschlands könne den Euro retten. Die aktuelle Entwicklung bestätigt die UBS-Daten. Und Gerit Heinz hält die Lage für unverändert schwierig. Ökonomisch gesehen sieht er nur zwei Alternativen: Den Austritt Deutschlands aus dem Euro oder die teilweise Aufgabe der fiskalischen Souveränität in den Nationalstaaten Europas.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Herr Heinz, vor einem Jahr sagten Sie, es gäbe ein großes Ungleichgewicht zwischen Deutschland und den anderen Staaten der Eurozone. Warum ist Deutschland trotz der Krise 2008 noch immer das wirtschaftlich stärkste Land in der Eurozone?

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Der vergessene Crash

1873 bis 1879: Zahlreiche Parallelen zur Gegenwart

Zur Erklärung der derzeitigen wirtschaftlichen Situation wird häufig die Weltwirtschaftskrise von 1929/1931 als Vergleich herangezogen. Aufgrund von Sonderfaktoren als Nachwirkungen des Ersten Weltkrieges, zum Beispiel die Deutschland aufgenötigten Reparationen, geht der Vergleich häufig fehl. Weitaus mehr Parallelen drängen sich mit einer Krise auf, die heutzutage nahezu vergessen ist: die sogenannte „Lange Depression“, die im Kern von 1873 bis 1879, mit seinen Nachwirkungen aber sogar bis 1896 anhielt.

Die im deutschsprachigen Raum verbreitete Bezeichnung „Gründerkrise“ verstellt ein wenig den Blick darauf, dass es sich dabei um die erste Wirtschaftskrise gehandelt hat, die globale Ausmaße hatte. In Europa wird der Zusammenbruch der Wiener Börse 1873 als Beginn der Krise angesehen. Vorangegangen war nach dem Sieg über Frankreich und der Reichsgründung der scheinbare Anbruch goldener Zeiten – erst im Deutschen Reich, dann auch in Österreich-Ungarn. (weiterlesen …)

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