Die Wilde Jagd

Vor einigen Tagen fand ich bei welt.de diese Mitteilung:

“Nach den Anschlägen in Norwegen hat Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) die Debatte um den Einfluss rechtspopulistischer Thesen im Internet mit einer Aufsehen erregenden Forderung in eine neue Runde geführt. Der Politiker will der Anonymität im Netz ein Ende setzen.”

Ich hatte eben einen Band mit Theodor Körners Gedichten aus der Hand gelegt, wo ich wieder einmal “Lützows Wilde Jagd” gelesen hatte und der obige Kommentar veranlasste mich zu einer aktualisierten Neufassung dieses Gedichts.

Wer schleicht dort in meinen Blog sich ein?
Ich höre ein leises Sausen;
Wer will zensieren, was eigentlich mein?
Und greift in die Privatsphäre ein;
Und erfüllt meine Seele mit Grausen.
Und wenn ihr den Mann mit den Kopfhörern fragt:
Das ist Friedrichs wilde, verwegenen Jagd.

Des Norwegers wahnwitzige Tat der Gewalt,
Nutzt man, um den Bürger zu knebeln.
Man legt sich in den elektronischen Hinterhalt,
Man gebietet dem freiem Meinungsfluss Halt.
Die Verfassung selbst will man hebeln.
Und wenn ihr dann den Staatsanwalt fragt:
Das war Friedrichs wilde, verwegene Jagd.

Wer scheidet dort röchelnd im sinkenden Licht?
Unter dem Beifall fremder Gäste.
Ist’s der Deutschen Meinungsfreiheit nicht?
Der man das stolze Rückgrat bricht,
Unter dem Vorwand, man wolle das Beste.
Und wenn ihr den schwarzen Vollstrecker fragt:
Es ist Friedrichs wilde, verwegene Jagd.

Die wilde Jagd ist keine deutsche Jagd,
Du bellst vor dem falschen Baume.
Erst, wenn das Übel bei der Wurzel gepackt,
Und der Vernunft ein neuer Morgen tagt,
Hältst du, was sich da braut im Zaume.
Du hattest den richtigen Anfang gewagt,
Warum jetzt diese wilde, verwegene Jagd?

Suche nicht die Schuld im Internet!
Das Problem ist dort nicht zu brechen.
Warum seid ihr zum Migranten so nett,
Und empfangt ihn mit einem gemachten Bett?
Und das eigene Volk muss blechen.
Drum, willst du, zum Wechsel, was dem Deutschen behagt,
Lass ab von der wilden, verwegenen Jagd!

Quo usqe tandem

Norbert Bolz: Wertewandel

Werte lassen sich als Planetensystem vorstellen, das um eine Sonne kreist.
Die Sonne des Wertsystems ist die Freiheit – heute aber als Wertparadox, d. h.  man will Freiheit und Bindung! Wir wollen Bindung in Freiheit (Partnerschaft, Freundschaft), und wir wollen Freiheit in Bindungen (Religion kommt von lat. „religio“ = Bindung). Um diese Zentralsonne Freiheit/Bindung (Spiritualität, Transzendenz) kreisen nun die anderen Werte:

Der Wertewandel in der modernen Gesellschaft lässt sich in drei Phasen darstellen: Der Kapitalismus in seiner heroischen Phase beruht auf bürgerlichen Werten (christliche Werte; Primärtugenden). Mit der Romantik (um 1800), spätestens aber mit der Pariser Boheme (um 1850) beginnt die Konjunktur der antibürgerlichen Werte: der Haß auf den Bourgeois; der Kult des Nonkonformismus. Diese Phase endet mit dem Altern der 68er, also heute.

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Die EU-Verschwörung

Wie Gorbatschow, Giscard d’Estaing und andere die EU neu erfanden

Im Jahre 1992 bekam ich als erster Zugang zu Geheimdokumenten des Politbüros und des Zentralkomitees – Dokumenten, die heute immer noch, 30 Jahre nach ihrer Entstehung, Verschlusssache sind. Diese Dokumente zeugen klar davon, dass der Plan, Europa von einem bloßen gemeinsamen Markt in einen Zentralstaat zu verwandeln, auf einer Vereinbarung zwischen linken europäischen Parteien und Moskau basiert. Er wurde als gemeinsames Projekt konzipiert, welches Gorbatschow „unser gemeinsames europäisches Haus“ nannte.

Die Idee war sehr einfach. Sie tauchte zunächst in den Jahren 1985 und 1986 auf, als die italienischen Kommunisten, gefolgt von den deutschen Sozialdemokraten, Gorbatschow besuchten. Sie alle beklagten, dass die Veränderungen in der Welt, vor allem nachdem Margaret Thatcher die Privatisierung und wirtschaftliche Liberalisierung eingeleitet hatte, die „Errungenschaften“ von Generationen von Sozialisten und Sozialdemokraten völlig zunichte zu machen drohten. Daher sei die einzige Möglichkeit, diesem Angriff des „wilden Kapitalismus“, wie sie es nannten, Paroli zu bieten, die gleichzeitige Einführung gleicher sozialistischer Ziele in allen Ländern. Zuvor hatten linksgerichtete Parteien und die Sowjetunion immer gegen die europäische Integration opponiert, da sie diese als Hindernis für die Erlangung ihrer sozialistischen Ziele wahrnahmen. Seit 1985 änderten sie ihre Meinung völlig. Die Sowjets einigten sich mit den linken Parteien darauf, dass sie zusammenarbeiten wollten, um das gesamte europäische Projekt zu kapern und es in sein Gegenteil zu verkehren. Statt eines offenen Marktes wollten sie Europa zu einem Zentralstaat machen.  (weiterlesen …)

Eine Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace

wurde am 8.2.1996 in der Public Domain vom Cyberpionier John Perry Barlow, Mitbegründer der Electronic Frontier Foundation, plaziert. Der Anlass, aus dem sie verfasst wurde, war die Verabschiedung des Telecommunications Act von 1996 in den USA:

“Regierungen der industriellen Welt, Ihr müden Giganten aus Fleisch und Stahl, ich komme aus dem Cyberspace, der neuen Heimat des Geistes.
Im Namen der Zukunft bitte ich Euch, Vertreter einer vergangenen Zeit: Laßt uns in Ruhe! Ihr seid bei uns nicht willkommen. Wo wir uns versammeln, besitzt Ihr keine Macht mehr.

Wir besitzen keine gewählte Regierung, und wir werden wohl auch nie eine bekommen – und so wende ich mich mit keiner größeren Autorität an Euch als der, mit der die Freiheit selber spricht. Ich erkläre den globalen sozialen Raum, den wir errichten, als gänzlich unabhängig von der Tyrannei, die Ihr über uns auszuüben anstrebt. Ihr habt hier kein moralisches Recht zu regieren noch besitzt Ihr Methoden, es zu erzwingen, die wir zu befürchten hätten.  (weiterlesen …)

Gruppe 17. Juni

Um der angedachten Sache ein wenig mehr Substanz, Konzentration und Fundament zu geben, soll dieser Themenstrang dienen. Bitte um erregte Diskurse, bringt euch ein.

Ich fasse kurz zusammen, worüber überwiegend Konsens besteht:

Die BRD hat abgewirtschaftet und ist nicht reformierbar.
Jedes Engagement innnerhalb der alten Bahnen ist verschwendete Kraft und Zeit.
Es muß eine Kraft außerhalb des bestehenden Systems her.
Diese “Bewegung” gilt es zu unterstützen.
Es fehlt dazu an fast allem, außer der Erkenntnis und dem Willen, dass sich grundlegend etwas ändern muß.
Wir brauchen nen Plan, ein kurzes allgemeinverständliches Programm, Koordination, kluge Köpfe, versierte Schreiber, Eloquenz, Kapazitäten, Geld, Durchhaltevermögen und Mut.

Runter von der Couch, fangen wir an!

Geert Wilders freigesprochen

Sicherlich haben viele von euch mitbekommen, dass Geert Wilders heute vom Vorwurf freigesprochen wurde, “zum Hass gegen Moslems” aufgestachelt zu haben. Seine Kritik richte sich vielmehr gegen “den Islam”.

Meiner Meinung nach ist dieser ganze Prozeß eine Farce, er hätte gar nicht stattfinden dürfen, aus einem ganz einfachen Grund:
FAKTEN und deren Verbreitung unterliegen NICHT den Beschränkungen der Meinungsfreiheit. Wenn jemand aus dem Koran zitiert und das Zitat als solches kenntlich macht, so begeht er keinerlei Verbrechen. Wenn jemand Statistiken mit Quellennachweis verbreitet, so begeht er kein Verbrechen. Wenn man Videoaufnahmen von den Anschlägen von 9/11 zeigt, dann begeht man kein Verbrechen.

FAKTEN, Statistiken, Zitate sind KEINE MEINUNGEN und unterliegen daher keinerlei Verbreitungsbeschränkung!

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Bewegung 17. Juni – ein Muß für Freiheitliche?

Die blaue Narzisse schreibt:

“Den 17. Juni zu feiern ist heute in mehrfacher Hinsicht politisch völlig inkorrekt:

  1. Der 17. Juni steht für einen Aufstand gegen den Sozialismus, die einige linke Kräfte in der Bundesrepublik durch die Hintertür gern nochmal umsetzen möchten. Stichwort: DDR 2.0.
  2. Der 17. Juni steht für einen Aufstand gegen staatliche Bevormundung.
  3. Der 17. Juni steht für einen Aufstand gegen Unfreiheit und für das Recht auf freie Meinungsäußerung.
  4. Der 17. Juni steht für einen Aufstand, der durch sowjetische Truppen brutal niedergewalzt wurde.
  5. Der 17. Juni steht für einen Aufstand von einfachen deutschen Bürgern.

Und es gibt natürlich noch einen Grund, den 17. Juni wieder zu feiern: Der 3. Oktober war ohnehin nur der Tag eines Vertragsabschlusses und ist seit der berüchtigten Rede von Bundespräsident Christian Wulff (CDU) im letzten Jahr endgültig nicht mehr feierbar: Es gibt nichts zu feiern, wenn sich der Staatsnotar vor die Deutschen stellt und ihnen die vollendete Tatsache verkündet, der Islam gehöre nun auch zu Deutschland. Der 17. Juni mit seiner klaren und eindeutigen Botschaft für Freiheit und Selbstbestimmung zum Wohle der Deutschen ist daher nicht zuletzt auch eine willkommene Alternative zu einem politisch völlig vermurksten 3. Oktober.” (weiterlesen …)

17. Juni – Tag der Freiheit

Der  Beitrag von Kai Radek auf PI stellt eine blendende Idee vor:

Den 17. Juni wieder feiern!

Im Grunde sollten wir unserem sog. Bundespräsidenten dankbar sein, dass er dem ohnehin verkrampften 3. Oktober mit seiner Skandalrede endgültig den Garaus gemacht hat. Wem also seit letztem Jahr am 3. Oktober nicht mehr nach Feiern zumute ist, hat nun zum Glück eine Alternative: 14 freiheitliche und libertäre Organisationen haben dazu aufgerufen, morgen wieder den 17. Juni zu feiern, unseren alten Nationalfeiertag.

Kleine private Feste oder einfach nur ein gemütlicher Kneipenabend sollen diesem Tag als “Tag der Freiheit” den verdienten feierlichen Rahmen geben. Und sie sollen an die ewige Botschaft des 17. Juni erinnern, die auch in Wulffs “Bunter Republik” immer bedrohlicher an Aktualität gewinnt: Freiheit statt Totalitarismus! [...]

Das auf diese einfache, aber geniale Idee seinen Protest zu zeigen, noch niemand vorher gekommen ist, wundert mich schon.
Diese Aktion sollte man voll und ganz unterstützen! Ich bin dabei!
Und evtll. eine Petititon zur Wiedereinführung des Freiheitstages hinterher schicken.

Rütlischwur 2011

Die grenzenlose Freiheit, die sie meinen

„Wo der Liberalismus seine äußersten Grenzen erreicht, schließt er den Mördern die Tür auf. Das ist Gesetz!“

Ernst Jünger

von Tanja K.

Die „Offene Gesellschaft“, Liberalität und individuelle Freiheit sei das Maß aller Dinge und höher zu bewerten, als die Sicherheit, so tönen jene, die jetzt entdecken müssen „dass ihr System des Gemeinlebens denselben jämmerlichen Fehler aufweist wie das bescheidenerer Leute!“ (Brecht). Existieren jene Prinzipien in den USA aus unterschiedlichen Gründen längst nicht mehr in Reinkultur – wahrscheinlich haben sie nie wirklich bestanden – so scheint die Übertragung ihrer Geltung auf jeden Fleck der Erde, als der entscheidende Punkt. Ein Stopp erscheint hier zwingend notwendig.

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