Das sogenannte Dublin-Abkommen der EU hatte im Streben nach einer gemeinsamen Asylpolitik aller Mitgliedsländer bestimmt, daß jeder Flüchtling in dem EU-Land Asyl beantragen muß , in das er als erstes seinen Fuß setzt. Dagegen hatten Asylanten geklagt. Zuerst wurde Griechenland gerügt, es halte die Menschenrechte nicht ein, man kriege keinen Dolmetscher und kein rechtes Mittagessen, dann Belgien und Italien. Vorgestern gab es ein neues Urteil. (weiterlesen …)
Top-Ökonom Homburg: „Das ist ein verbrecherisches Spiel!“
Der Wirtschaftsprofessor Stefan Homburg sieht ein fatales Zusammenspiel: Die Politik bekommt Geld für Wahlgeschenke, die Banken dürfen im Gegenzug weiter Luftgeschäfte zu Lasten der Steuerzahler betreiben. Er geht davon aus, dass die kontinuierliche deutsche Übernahme von Garantien für Krisenherde Deutschland selbst in die Insolvenz und am Ende alle Euro-Staaten in eine Währungsreform treibt.
Deutsche Mittelstands Nachrichten: Professor Homburg, die Politik entwirft alle möglichen Pläne zur Sicherung der Liquidität der Banken im Falle der Insolvenz Griechenlands und eines dadurch ausgelösten Zusammenbruchs der Banken dort und in anderen europäischen Ländern. Müssen die Kapitaleinlagen der Banken tatsächlich gesichert und geschützt werden, um unsere Realwirtschaft zu schützen, oder haben sich Politiker wie Angela Merkel oder Nicolas Sarkozy von den Bankern dazu überreden lassen, weil ihnen das volkswirtschaftliche und fiskalische Know-how fehlt?
Stefan Homburg:Vor drei Jahren wurde gefragt, warum der Steuerzahler Banken retten solle. Die Bundesregierung hat das mit dem Ziel begründet, Spareinlagen zu sichern. Nunmehr werden Staaten gerettet, um Banken zu retten, um wiederum Spareinlagen zu sichern. Auf diesem indirekten Weg bleibt zwischendurch natürlich einiges hängen. Dadurch wird es für die Steuerzahler bzw. Sparer sehr teuer, sich selbst zu retten. Das ganze Konzept ist völlig unsinnig, und die Ziele sind vorgeschoben. (weiterlesen …)
Sixt ist der Politik voraus
Sixt nimmt die Griechen auf die Schippe. Deutschlands größter Autovermieter bot ihnen am Donnerstag in einer Anzeige in mehreren deutschen Tageszeitungen an: “Liebe Griechen, Sixt akzeptiert wieder Drachmen! (Das BMW 1er Cabrio ab 26.900 Drachmen/Tag).” Das Bild zeigt das Auto vor der Ruine der Akropolis.
Die Reaktionen waren geteilt. Während es auf Facebook viel Lob für die “freche, aber gute Werbung” gab und sogar Vorschläge zur Fortführung der Kampagne gemacht wurden, wurde die Anzeige im Marketing-Fachportal w&v als “ziemlich albern” kritisiert: “Sixt war schon mal besser”, erklärten die Werbeleute und vermissten das Augenzwinkern früherer Anzeigen, etwa mit Kanzlerin Angela Merkels (CDU) Cabrio-Sturmfrisur oder dem Ersatzangebot für Gesundheitsministerin Ulla Schmidts (SPD) Dienstwagen, der in Mallorca abhanden gekommen war.
Ob Kunden ihr Sixt-Auto tatsächlich mit Drachmen bezahlen können, konnte ein Sprecher nicht sagen. 26.900 Drachmen sind umgerechnet 78 Euro – bei Sixt in München war der Cabrio-BMW am Donnerstag erst für 95 Euro zu haben. Noch habe niemand die Probe aufs Exempel gemacht, sagte der Sprecher. Wichtig sei, dass Sixt keine politische Aussage habe machen wollen.
Warum “die Griechen” faul sind!
Auf SOS-Österreich erschien eine “Satire”, die uns erzählt, wie “der Grieche” an sich ist:
Er ist faul, aggressiv, neigt zu Realitätsverlust und bezeichnet “die Deutschen” als Nazis. Der Grieche ist also ein undankbarer, asozialer Schmarotzer.
Ich will nicht ausschließen, dass es einen Anteil der griechischen Bevölkerung gibt, der genauso denkt. Doch asoziale, undankbare Schmarotzer mit Realitätsverlust gibt es überall- auch in Deutschland. Das soll keine Rechtfertigung für ein derartiges Verhalten sein, aber es zeigt, dass “pars pro toto” uns nicht weiterbringt, denn genausogut könnte ich mich vor ein Arbeitsamt in Neukölln stellen, die dortige Kundschaft interviewen und dann zu dem Schluss kommen, dass Deutschland zehntausendfach libanesische Drogengangs und asoziale Alkoholiker mit HartzIV- all inclusive durchfüttert, “der Deutsche” also nicht minder faul und undankbar ist als “der Grieche” und das deutsche Sozialsystem nicht minder korrupt, als das griechische.
Neben “dem Schmarotzergriechen” gibt es genauso den Griechen, der raus aus der EU will, die Drachme zurück und der nicht “die Deutschen” als Nazis bezeichnet, sondern lediglich die EU als totalitäres, faschistisches Konstrukt anprangert und seine Verfechter (Merkel, Sarkozy) als “Nazis” tituliert, während er durchaus weiß, dass “der Deutsche” an sich alles andere als ein Nazi ist. Dieser Grieche demonstriert gegen das System und die Korruption der Regierung ist ihm ebenso zuwider wie uns.
Vorsicht, Euro-Nazis!
Der Fall des Pleitestaats Griechenland zeigt: Auch Nationen können sich in der Opferrolle einrichten. Das ist verführerisch, weil es viele Vorteile hat. Leider verhindert der Opferstatus aber auch, dass sich die Dinge zum Besseren wenden.
Jetzt sind wir also die Euro-Nazis. Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis es so weit kommen würde, dieser Fummel hängt immer griffbereit im internationalen Kostümfundus. Man muss sagen, es kann einem vor einem selbst angst und bange werden, wenn man in diesen Tagen nach Griechenland blickt: Ganz oben auf der Liste des Weltbösen, gegen das sich die Menschen zu Großdemonstrationen versammeln, stehen wir Deutsche.
Keine Frage: Deutsche haben vor rund 70 Jahren in Griechenland Angst und Schrecken verbreitet. Aber wenn man den Nachrichten glauben kann, die einen von dort erreichen, sind wir heute die Wegbereiter eines neuen “Finanzfaschismus”, der den Schuldenstaat in eine “Kolonie des Vierten Reiches” verwandeln will beziehungsweise Athen in ein “finanzielles Dachau”, wie es in großen griechischen Tageszeitungen schon zum Ausbruch der Krise mit Gespür für historische Dimensionen auf den Punkt gebracht wurde.
Was ist passiert? Ist bei den Bundesbürgern die lang unterdrückte Eroberungswut durchgeschlagen? Haben die Deutschen sich im Gegenzug für ihre Hilfsbereitschaft ein paar griechische Inseln unter den Nagel gerissen? Nein, die Europäer, mit der Bundesregierung vorneweg, sind gerade dabei, noch einmal 110 Milliarden Euro lockerzumachen – zusätzlich zu den 110 Milliarden, die sie schon auf den Weg gebracht haben, um das Südland vor der Pleite zu bewahren. Allerdings drängen insbesondere die Deutschen darauf, dass die Empfänger der Hilfsgelder das ihre tun, damit wenigstens die Hoffnung bleibt, dass nicht alles verloren ist. Das reicht, um die Erinnerung an düstere Zeiten wachzurufen. (weiterlesen …)
Die Griechen rund um den Syntagma-Platz
Das Foto zeigt eine Demo in Athen gestern abend. Nicht alle Zeitungen drucken es, denn man will unsere Spendenbereitschaft und das Image der Griechen nicht weiter beschädigen. Es gibt noch eine Reihe anderer Bilder aus Hellas, welche uns ebenfalls kaum oder nie gezeigt werden! (weiterlesen …)
Nationalbank flieht aus griechischen Anleihen
Die Griechen werden immer frecher. Die griechische Nationalbank flieht die eigenen Anleihen und stößt sie ab, und wir sollen sie kaufen! Auf dem Foto sehen Sie, wie die Athener heute wieder gespart haben! Und auf diesem dynamischen Link können Sie sich an weiteren Fotos aus Athen ergötzen. Weiße Rosen sind es nicht! Wetten, daß wir trotz allem weiter blechen? Mutti wird es schon richten!
Griechische Regierung lässt Fluchttunnel für Parlamentarier vorbereiten
Auf Englisch sagt man you: can’t make this stuff up: Die Griechische Regierung hat offenbar ausländische Arbeiter angeheuert, um einen Fluchttunnel vom Parlament zum Hafen von Piräus räumen zu lassen. Morgen Mittwoch soll das Parlament über den neuesten Bailout-Deal mit der EU/EZB/IWF-Troika abstimmen. Gleichzeitig wird es einen Generalstreik geben, um gegen genau diesen “Deal” zu protestieren. Selbst die Geschäfte bleiben morgen einige Stunden lang geschlossen. (weiterlesen …)
Griechenbailout – die Wahrheit
Warum wollen Merkel und Schäuble Griechenland wirklich helfen? Weil die Griechen so lieb und nett sind? Weil Griechenland ein so bekanntes Reiseziel ist? Weil Politiker von Herzen gerne helfen? NEIN!
Griechenland ist diesen Leuten schnurzegal! Es geht nicht um Griechenland, Irland oder Portugal! Es geht um die Banken und das Geldsystem – und es geht um ein imperialistisch-zentralistisches Europa. Es geht um Eliten und deren Pfründe – und nicht um die Menschen! Die Europäer – egal welcher Nation – sind diesen Kreisen völlig egal! Wer glaubt, dass Merkel und Co tatsächlich im Interesse des deutschen Volkes handeln, der darf sich den Titel: “Blödmann des Jahres” abholen! Merkel und Co dienen tatsächlich ihrem Souverän – der ist aber nicht identisch mit jenem, auf den sie ihren Amtseid ablegen. Der Souverän dieser Leute heißt “Geld und Macht” und die Kreise, welche diese kontrollieren. (weiterlesen …)
Wo bleiben die Proteste gegen Griechenland?
Daß die Griechen “demonstrieren” können, zeigen sie uns jeden Tag (Foto). Und sie sind damit erfolgreich. Die Kohle fließt. Warum können wir unsere Regierung nicht einmal mit Leserbriefen bombardieren? Die Frage geht an alle Wähler, aber speziell auch an die Leser hier. (weiterlesen …)
Aufstand der Kopflosen
An den Landesgrenzen zwischen Griechenland und der Türkei einerseits, zwischen Griechenland und Bulgarien andererseits – einer EU-Aussengrenze also – ist die Grenzkontrolle faktisch zusammengebrochen. Das krisengeschüttelte Griechenland benötigt alle Ordnungskräfte in den Städten. Es ist ein offenes Geheimnis: Über Griechenlands Grenze – gemäss Schengen-Vertrag müsste dort rigorose Kontrolle stattfinden – strömt das Verbrechen nahezu ungehindert nach Europa, in den Schengen-Raum.
Auch die Schengen-Aussengrenze zwischen Polen und der Ukraine ist löchrig wie ein Emmentaler. Mit gewissem Geldeinsatz überwindet jeder diese Grenze. Überdies räumt die EU durch den für die Personenfreizügigkeit zuständigen Kommissar selbst ein, dass die EU-Südgrenze, also die Mittelmeergrenze jeglicher Kontrolle entglitten sei. (weiterlesen …)
Dreht Griechen den Geldhahn zu
Der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn holte in der Griechenland-Krise erneut zum Rundumschlag aus. Er greift auch Luxemburgs Bankplatz frontal an.
Der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn (Ifo) plädiert dafür, Griechenland den “Geldhahn allmählich zuzudrehen”. In der “Wirtschaftswoche” kritisiert er auch die Europäische Zentralbank (EZB), die “die Staatengemeinschaft dazu drängt”, die Finanzierung der Defizite in den Krisenländern mit öffentlichen Krediten fortzuführen.
“Griechenland ist überschuldet und zu teuer. Wenn man dem Land Schulden erlässt, würde das für eine Weile helfen, aber an der fehlenden Wettbewerbsfähigkeit nichts ändern. Dazu braucht es eine Abwertung um 20 bis 30 Prozent gegenüber seinen Partnern im Euro-Raum. Die kriegt man nur hin, wenn man den Geldhahn allmählich zudreht”, sagt Sinn im Interview mit der “WirtschaftsWoche”.
Gegen einen Schuldenschnitt wehrt sich die EZB laut Sinn “aus eigenem Interesse”. Der Präsident des ifo Instituts rechnet vor: “Ihr Eigenkapital liegt bei knapp 11 Milliarden Euro. Ein Schuldenschnitt von beispielsweise 40 Prozent würde bedeuten, dass sie auf die 45 Milliarden griechischer Staatspapiere, die sie angeblich besitzt, 18 Milliarden Euro abschreiben müsste. Dann wäre die EZB technisch pleite.” (weiterlesen …)
Griechenland braucht über 100 neue Milliarden
Der Finanzbedarf von Griechenland ist höher, als man uns zunächst erzählt hat. Da war von lediglich 12 Milliarden die Rede als nächste Tranche, nun sind es plötzlich über 100 Milliarden Euro mehr. Das ist eine schöne Summe für ein kleines Land, das erst vor einem Jahr 120 Milliarden zugesagt bekommen hat. Als kleines Dankeschön haben uns die Griechen aber eine neue EUdSSR-Flagge kreiert, die wir sehr passend finden. Das Foto ist keine Montage, sondern wurde am Montag, dem 30. Mai, 2011, in Athen aufgenommen. (weiterlesen …)
Trichet und EZB in der Griechen-Pleite
Die Griechenland-Pleite hat viele Facetten, die in einem einzelnen Blog-Beitrag nicht besprochen werden können, hier nur das seltsame Verhalten des EZB-Chefs Trichet. Beobachtern der Szene fällt auf, wie vehement er sich gegen jede Umschuldung wendet. Umschuldung oder Schuldenschnitt würde bedeuten, die Griechen zahlen keine 100%, sondern zum Beispiel nur 50% zurück. Trichets Geheimnis ist ganz einfach. (weiterlesen …)
















