Kleinstadt auf Mallorca verbietet Burka

Palma de Mallorca – Nach einzelnen Gemeinden auf dem spanischen Festland hat nun auch eine erste Stadt auf der Ferieninsel Mallorca ein Burka-Verbot verhängt. Nach einem Beschluss des Gemeinderats ist es in der Kleinstadt Sa Pobla im Nordosten der Insel künftig untersagt, in öffentlichen Gebäuden sowie auf Straßen und Plätzen Ganzkörperschleier zu tragen.

Das Jahr der drei Wunder

1492 im Lichte der politischen Größe und der wirtschaftlichen Schwäche Spaniens

Im letzten Essay wurden Argumente dafür angeführt, dass die Wurzeln der Strukturschwäche Spaniens, die von den EU-Subventionen und dem trügerischen Boom der letzten Jahre verdeckt wurde und die sich im Zusammenhang mit der Krise des Euros und der EU plötzlich wieder bemerkbar macht, im 16. Jahrhundert liegen. In der Tat spricht einiges dafür, dass gleichzeitig mit dem Aufstieg zur Weltmacht – bzw. gerade durch den Aufstieg zur Weltmacht – die Grundlagen für die Strukturschwäche gelegt wurden: Überdehnung des Reichsgebiets, Inflation durch exzessive Einfuhr von Edelmetallen, Abhängigkeit von Importen aus fernen Provinzen und Kolonien, Verschuldung durch Kriege, Ideal des spanischen Edelmanns. (weiterlesen …)

Warum die Spanier siegen werden

Ich bin hier auf einen Bericht gestoßen, der die Demonstrationen in Spanien thematisiert. Während viele nur nach Griechenland schauen, weil dort die Pleite direkt vor der Tür steht, unsere Milliarden dort hinsollen und es fast bürgerkriegsähnliche Zustände gibt, gerät die spanische Revolution in Vergessenheit, obwohl sie gerade wegen ihrer Gewaltlosigkeit vorbildlich ist.

Ich bin in dem blog auf drei Absätze gestoßen, die mich sehr zum Nachdenken angeregt haben:

Die Athmosphäre während des gesamten Marschen war ausgelassen und es kam fast Urlaubsstimmung auf. Trommeln und Pfeifen waren die ständigen Begleiter der Empörten. Ein riesiger Drachen aus Papier und Pappe war ebenfalls eine Attraktion. Zwei mutmaßliche Polizisten in Zivil, tauchten plötzlich in einer Gruppe auf und begannen zu provozieren und zu randalieren. Doch die Empörten blieben ruhig, um weitere Vorfälle zu verhindern.

Doch es wurde nicht nur gegen die verfehlte Politik demonstriert, so wurde die Vertreibung eines Mannes (Luis) im Alter von 74 Jahren und einer Behinderung von 65% aus seiner Wohnung verhindert. Hunderte Menschen haben sich am letzten Donnerstag an der Tür, Nummer 30, Calle Alfonso XIII de Parla versammelt, einberufen von der Bewegung 15-M, mit der Absicht, die Vertreibung von Louis zu verhindern. Am Donnerstag sollte die Räumung stattfinden. Die Vertreibung wurde „vorübergehend“ gestoppt. (weiterlesen …)

EU-Mutti-Söhnchen-Revolte im sozialen Netz

In Spanien hatte die aktuelle “Jugendrevolte” begonnen. Die verlorene Generation, 45% davon arbeitslos, kampiert immer noch im Herzen Madrids und Barcelonas, obwohl die Gemüsehändler sie langsam weghaben wollen und rausdrängen. Die “indignados” heißen sie neuerdings, die Entrüsteten, Ungehaltenen, Indignierten!

Zwischen den Anarchisten in Barcelona und Athen gab es schon länger enge Bande, und so war es kein Wunder, daß auch die Jugend in Griechenland solidarisch auf die Straße ging, was sie keine große Anstrengung kostete, denn dort ist sie seit Wochen ohnehin. Das Foto zeigt eine Demo in Athen auf dem Syntagma-Platz. Der Text des Banners lautet: “Seid ruhig, ihr weckt die Italiener auf”, was natürlich bezweckt war, denn die Spanier hatten die Griechen mit einem ähnlichen Plakat aufgeweckt! Nun sind die Italiener anscheinend noch nicht richtig wach geworden, aber dafür die Franzosen! Die “Indignierten” dort installierten sich bereits auf der Place de la Bastille (les “indignés” français s’installent place de la Bastille)! (weiterlesen …)

Arabischer Frühling – Europäischer Sommer?

Im arabischen Frühing hat in zumindest zwei Ländern, Tunesien und Ägypten, eine gewaltlose Revolution zum Erfolg geführt. In jenen Ländern, wie Syrien, Jemen und Bahrein – ich lasse Lybien bewusst weg, denn dort ist die Revolution zu einem blutigen Krieg ausgeartet, auch dank der USA, Europa und der NATO – sind die (wirkungslosen) Proteste der ach so zivilisierten Europäer zwar laut, aber heuchlerisch!

Denn wenn in Europa demonstriert wird, hören die betroffenen Stellen zu, diskutieren und überlegen für beide Seiten akzeptable Lösungen. Oder nicht? Würde auch Europa auf sein Volk, der Staat auf seine Bürger einprügeln, wie die arabischen Diktaturen und totalitären Regierungen? Nein, kaum, denn wir in Europa sind zivilisiert, oder vielleicht nicht? Klar doch, wir respektieren das Recht zur freien Meinungsäusserung, das Recht zu Demonstrieren, das Recht … (weiterlesen …)

Die spanische Regierung lässt knüppeln

Der Unterschied zwischen den arabischen Bürgerprotesten und denen in Spanien besteht lediglich darin, das dort noch nicht geschossen wird.

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Reissen Spanien und Italien Europa in den Abgrund?

Die Euro-Krise ist in Madrid und Rom angekommen. Jetzt wird es brenzlig.

Italiens Staatsschulden betragen 120 Prozent des Bruttoinlandprodukts: Polizisten räumen Abfallberge in Neapel am 13. Mai.

Rockfans können endlos darüber streiten, wer die grösste Band aller Zeiten ist: die Beatles oder die Rolling Stones. Krimi-Kenner schlagen sich darüber die Köpfe ein, ob der wahre «Hard boiled»-Erfinder Dashiell Hammett oder Raymond Chandler heisst. Seit einem Jahr können auch die Investoren eine solche Endlosdebatte führen, und zwar mit der Frage: Wer ist der wahre Schwächling der Devisenmärkte: der Euro oder der Dollar?

Derzeit hat der Euro die Nase wieder vorn. Die Einheitswährung taumelt. Schuld daran ist eine brutale Wahlschlappe der spanischen Sozialisten und eine Warnung der Ratingagentur Standard & Poor’s: Sie hat angekündigt, die Bonität der italienischen Staatsschulden herabzusetzen. Beides zusammen hat zu einem neuerlichen Einbruch des Euros und zu Hektik an den Finanzmärkten geführt. (weiterlesen …)

Pelayo, ich war an deinem Grab

von Kewil/PI

Ein Kommentator hier bei PI nennt sich Pelayo.

In Asturien im Wallfahrtsort Covadonga, in der heiligen Höhle, ist sein Grab. Dort liegt der erste König Asturiens, Pelayo, begraben. Er starb 737. Hier in Covadonga startete die Reconquista, die Rückeroberung Spaniens von den Mauren. 711 waren sie als Eroberer ins Land eingedrungen, aber bereits 722 errang Pelayo den ersten Sieg der Christen. Es dauerte dann bis 1492, bis die Mauren von den Katholischen Königen final geschlagen wurden.

Covadonga
Covadonga, der Ort an dem, wie bereits erwähnt, die Schlacht zwischen der asturischen Streitmacht und den Mauren stattfand. Ein Marienheiligtum, welches sich dort seit der Zeit Westgotenreichs befindet, blieb bei diesem Kampf verschont. Seit jeher glauben Christen, dass die Jungfrau von Covadonga, was übersetzt Höhle des Herren oder Herrin bedeutet, Asturien beschützt. Daher wurde ihr eine Basilika errichtet. Sie wurde vomVatikan zu einer von sieben Schutzpatroninnen Spaniens erklärt. Jährlich besuchen viele Geschichtsinteressierte und gläubige Christen diesen Ort.

Auf Pelayos Grab steht:

“AQVI YACE EL SEÑOR REY DON PELAIO, ELLETO EL AÑO DE 716 QUE EN ESTA MILAGROSA CUEBA COMENZO LA RESTAVRACION DE ESPAÑA BENCIDOS LOS MOROS; FALLECIO AÑO 737 Y ACOMPAÑA SS M/gEr Y ErMANA”

Ja, die Wiederherstellung Spaniens ging von der wunderbaren Höhle aus und der entgültige Sieg gegen die Mauren folgte 1492! Sehr gut, wenn sich ein Leser hier den Namen Pelayo gibt. Da weiss man gleich, dass es sich um einen Kenner handelt! Bliebe noch die Frage, warum die Christen die Mauren jahrhundertelang loshaben wollten, wenn alles bei denen so schön war!

Semana Santa und GEZ

von Kewil/PI

Die Semana Santa ist in Spanien eine Angelegenheit von Millionen Menschen, allein in Sevilla und Malaga dürften diese Zahlen schon erreicht werden. Während die Prozessionen im Süden eher an ein Volksfest erinnern, sind sie im Norden etwas strenger und religiöser, aber genauso zahlreich. Hochburgen sind etwa Valladolid (Foto), Salamanca, León und Ávila. Die frömmsten Prozessionen finden angeblich in Zamora statt, obwohl dort auch eine morgens um 5 Uhr beginnt, die “Prozession der Besoffenen” heißt, weil die Leute vorher feiern und nicht ins Bett gehen.

Die Anzahl der Gottesdienste und Prozessionen ist groß, es fängt schon zehn Tage vor Ostern damit an, und bereits zwei Wochen davor erblickt man unversehens in einer Seitenstraße in Sevilla junge Männer, die ihre Oberkörper in breite Leibbinden einwickeln, um Brüche beim Training zu vermeiden, denn das Tragen der schweren Aufbauten (Pasos) will geübt sein. Dann kommt der Palmsonntag, der heilige Montag, Dienstag, Mittwoch, wie das heißt, der Gründonnerstag und Karfreitag. An Ostern selbst ist oft nichts mehr. Hier die kleine Stadt Ávila mit 16 Prozessionen dieses Jahr, und da die Provinzhauptstadt León mit dem Programm der insgesamt 16 Bruderschaften (cofradías) dort mit vielen Hundert Mitgliedern! (weiterlesen …)

Spanische Notizen

Über die Feiertage verreisen manche wieder, deshalb ein paar völlig ungeordnete Notizen zu Spanien. Sorry, leider ist heute auch noch mein Notebook verreckt: (weiterlesen …)

Deutsche im maurischen al-Andaluz

von Kewil/PI

Kurz gesagt, es gibt nicht viele. Während Malle fest in deutscher Hand ist, spielen wir in Andalusien, nur wenige Kilometer von der Costa del Sol entfernt, eine kleine Rolle. Ob Sevilla, Córdoba oder Granada, die deutschen Touris verlieren sich. Viele Prospekte sind nur in Englisch und Französisch, in den Hotels und selbst auf dem Fremdenverkehrsamt spricht kaum jemand Deutsch. Am Kiosk findet sich keine germanische Qualitätspresse, und in den spanischen Zeitungen selbst ist von Alemania selten die Rede und wenn, dann frühestens ab Seite 25!

Andererseits sind massenweise französische Touristen und Schulen in Sachen Kultur unterwegs. Man trifft mehr französische als spanische Schulklassen. 500 französische Schüler pro Tag in der Alhambra dürften keine Übertreibung sein. Kultur heißt in diesem Fall natürlich Islam! Die angeblich goldenen, toleranten Zeiten in Andalusien werden angepriesen bis zum Geht-nicht-mehr und sind eine nicht zu unterschätzende Propagandawaffe der Moschee! Teilweise mit Holzhammer. Im Hotel in Ronda fand ich eine englische Hochglanzbroschüre, die darüber informierte, die Stadt sei von den Mauren gebaut worden, aber im nächsten Abschnitt hieß es, Cäsar habe Ronda zur Stadt erhoben. Ja, was denn nu?

Natürlich stammten die vielgepriesenen Wasserleitungen erst mal von den Römern. Und natürlich haben christliche Sklaven, Kriegsgefangene und Bürger dritter Klasse die Alhambra (Foto) gebaut, Architekten waren oft Juden, und für die Mosaike und Kacheln in der Moschee von Córdoba schickte der Kaiser aus Byzanz Baumeister und tonnenweise Keramik als Geschenk. Die Moslems konnten noch nie was anderes besser, als Krieg führen und Hälse abschneiden. Das ist – zugegebener Maßen leicht verkürzt – das ganze Geheimnis der mohammedanischen Kultur! Bevor einer al-andalusische Glotzaugen kriegt und sein Maul nicht mehr zukriegt, klicke er auf diesen Artikel von mir und dort unten auf die verschiedenen Links mit Oriana Fallaci, Gudrun Eussner, Bat’Yeor und anderen Autoren! Es geht nicht darum, einmalige Kunstwerke und eine hohe Kultur kleinzureden, es geht nur um die Frage, wer welchen Anteil daran hat. Die Rolle des Islams wird gewaltig übertrieben.

Andalusien-Nachrichten und Statistik

Die Semana Santa, also die Osterwoche mit den Prozessionen, ist in Sevilla gut gebucht. Hotels haben zu 90% voll!
In Sevilla gibt es in der Nähe der Stierkampfarena ein deutsches Lokal namens “Inges Bierstube”. Sieht gut aus, leider war Inge nicht da, sondern eine Russin als Aushilfe!
Prinz Charles war mit seiner Camilla gerade in Sevilla und Granada. Neben dem üblichen Besichtigungsprogramm besuchte der depperte Thronfolger auch einen Kongreß. Und was für einen? Ein Seminar zur Entwicklung des muslimischen Potentials! Was Blöderes konnte er nicht finden!
Spanien hat laut offizieller Statistik 47,15 Mio Einwohner, davon 5,7 Mio Ausländer. Die meisten europäischen Ausländer sind 864.278 “Rumänen”, also Zigeuner. Paßt genau. Wegen der Wärme und der romanischen Sprache zieht es die Zigeuner gern ins Land der Gitanos! Engländer sind es rund 390.000 und Deutsche 195.842! 4,33 Mio Spanier sind arbeitslos. 95er-Benzin kostet 1,35 Euros. Hasta la vista, Kewil!

PIGS wie die Spanier leben gut auf unsere Kosten

von Kewil/PI

Die finanzschwachen PIGS heißen eigentlich PIIGS. Damit gemeint sind Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien. Ich ziehe aber die erste Schreibweise vor, denn die Italiener halten ihre Staatsschuldenpapiere selbst, und liegen nicht anderen Ländern auf der Tasche. Die “Schweine” sind die anderen, denn sie kriegen unendlich Geld von der EU und der alternativlosen Merkel. Heute ist wieder Griechenland zum fünfundfünfzigsten Mal in der Diskussion, die Notkredite reichen immer noch nicht, ja wie denn auch!

Selber fahre ich gerade durch Spanien, den Leuten geht es gut, wie man sieht. Vor jeder Kirche sitzt höchstens ein Bettler, der Verkehr brummt, Straßen und Autobahnen sind 1A, Bankrotteure, die sich von Hochhäusern stürzen, sieht man keine, dafür allüberall kleine und große Baustellen, fertige, halbfertige und geplante. Und vor jeder steht ein Schild, um was es sich da dreht, wer was baut, und man möge die Belästigungen entschuldigen, und darunter so sicher wie das Amen in der Kirche in Blau und Gelb die Eurosterne und der Hinweis, daß die EU daran mitzahlt oder mitgezahlt hat. Das können Brücken, Plätze, Aussichtspunkte, Wanderwege, Windmühlen oder andalusische Viehweiden sein, man glaubt es nicht! Meine Frau hat es mir auch nicht geglaubt, aber ich rieche die EUdSSR kilometerweit, und sie hat es dann gesehen, als ich ihr die Baustellenschilder gezeigt habe. An allem, was in Spanien neu ist, haben wir bereits mitgezahlt. Wenn Spanien demnächst die PIG-Notrettung braucht, blechen wir, also der deutsche Steuerzahler, jedes Projekt doppelt! Im Umkreis von 100 km um meine Heimatstadt kenne ich kein einziges Projekt, das von der EU mitfinanziert worden wäre. Aktuell fällt mir in Deutschland nur die Vorzeige-Moschee in Marxloh ein!

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